Telis-Langstreckler bei der Marathon-DM in Mainz plötzlich in der Favoritenrolle

hofmann1_dmhm10_volke-fotoRegensburg, 5. Mai 2010 –  Heimlich, still und leise ist Telis-Langstrecken-Ass Dennis Pyka bei dem am kommenden Sonntag anstehenden Deutschen Meisterschaften auf der Marathondistanz in die Favoritenrolle geschlüpft. Der Regensburger will in Mainz wieder einmal unter den 2:20 Stunden laufen, vielleicht sogar, wenn die äußeren Umstände und seine ganz persönliche Tagesform dies zulassen, seinen Hausrekord von 2:19:09 unter die 2:19 drücken. Bei den Frauen werden Steffi Volke, Fakja Hofmann und Margit Mauren die Telis-Fahne hochhalten. Hinter Titelverteidigerin Bernadette Pichlmeier (LAG Mittlere Isar) kann dann schon mit einer 2:50er Zeit über einen Top-fünf-Platz spekuliert werden. Das Telis-Frauenteam hat zumindest Medaillenchancen.

Fast nichts ist mehr übrig geblieben von Deutschlands Marathon-Euphorie des letzten Jahres. Die deutsche Jahresbestenliste wies bis vor kurzem Zeiten von 2:26 und 2:51 für die jeweilige Polepostion aus und das nach fast allen Frühjahrsklassikern. Die große Männer-Renaissance mit den EM-vornominierten Trio Sauter-Cierpinski-Beckmann krebst noch in der Leistungsentwicklung herum. Lediglich Martin Beckmann konnte mit seinem Berliner Halbmarathonergebnis von 1:03:51 bisher zumindest in der Unterdistanz überzeugen. Bei den Frauen fällt derzeit auch mehr auseinander als zusammenhält. Ob’s letztendlich noch für die eine oder den anderen nach Barcelona reichen wird, mag dahin gestellt sein.

„Mir geht’s gut. Den Umständen, eines Feierabendläufers Tribut zollend, bin ich mit meiner Vorbereitung zufrieden. Ganz egal, wie es kommen wird, mein Ziel ist eine Zeit um die 2:20, alles weitere hängt sowieso von den Gegnern ab“, gibt sich Dennis Pyka mit der Erfahrung von beinahe 38 Lebensjahren recht diplomatisch hinsichtlich seiner Erfolgsaussichten. Teamkollegin Steffi Volke wollte ursprünglich gar nicht über die Marathondistanz gehen. Als aber Mikki Heiß, im letzten Jahr noch mit 2:44 hervorragende Fünfte, passen musste, sprang sie eben für die Mannschaft ein. Mit zwei persönlichen Hausrekorden über 10 km und im Halbmarathon im Gepäck, könnte sie vielleicht sogar an die 2:50 heranlaufen, Top-Platz nicht ausgeschlossen. Für Fakja Hofmann geht’s nach langen Jahren der Lauf-Abstinenz einfach darum, gleich wieder unter drei Stunden zu bleiben und Margit Mauren kämpft mit der 3:20er Marke. In der Addition könnte das unter Umständen für eine Teammedaille reichen.