Legendärer Ruf des Mini-Internationalen zieht auch alle Telis-Asse an

lutzsusi1_koblenz09_buettgenfotoRegensburg, 17. Mai 2010 –  Die Zeiten des Koblenzer „Internationalen“ im Stadion Oberwerth sind eigentlich schon längst vorbei, als dort auch die deutschen Laufheroen Thomas Wessinghage und co. Weltklasseleistungen am Fließband ablieferten. Übrig geblieben ist das Mini-Internationale. Für die nationale Läufergarde hat auch diese Veranstaltung eine Zugkraft wie kaum ein anderes Läufermeeting in Deutschland. So haben die 5000 m Entscheidungen am kommenden Mittwochabend schon fast Kultcharakter. Egal, wie die Bedingungen sind, in Koblenz wird einfach schnell gelaufen. Mittendrin auch die Asse der LG Telis Finanz mit Susi Lutz und Philipp Pflieger an der Spitze.
Lange hat’s gedauert, bis Regensburgs Läufer-Elite nun endlich das Tagesgeschäft aufnimmt. Ehrgeizig wollen sie nun zu Werke gehen. „Da muss gleich mal eine 13 vorneweg stehen“, ist sich Philipp Pflieger seiner Sache sicher, auch dann, wenn sein Trainer Kurt Ring dieses Rennen eher als „Einrollen“ für höhere Aufgaben sieht. Auch Susi Lutz „scharrt schon ordentlich mit den Füßen“. Schließlich hat sie im letzten Jahr das Frauenrennen mit dem bayerischen Juniorenrekord von 16:12,84 gewonnen. Vorsicht ist dennoch geboten. Anfangs der letzten Woche hat noch der Hals gekratzt und die Nase geschnieft. Jetzt scheint die Telis-Läuferin aber wieder völlig hergestellt zu sein.

Für die beiden 1500 m-Protagonistinnen Christiane Danner und Corinna Harrer (beide LG Telis Finanz) war Koblenz im letzten Jahr auch ein hervorragendes Pflaster, Chrissy Danner lief dort sogar Jahresbestzeit (4:20,82) und Coco Harrer blieb erstmals unter 4:20. Gelingt der Einstieg auch in diesem Jahr so gut, können die beiden optimistisch bereits in Richtung Sparkassen Gala am 5. Juni im heimischen Stadion schauen. Die Erwartungen beim ersten Saisonstart auf der Spezialdisziplin sollten jedoch noch tief gehalten werden: Coco Harrer kommt direkt aus der letzten schriftlichen Abiturprüfung und Chrissy Danner musste im Januar bis März eine schwere Verletzung wegstecken.

Für ein 5000 m Quartett der LG Telis Finanz kommt Koblenz ebenfalls wie gerufen. Sebastian Reinwand will die DM-Norm von 14:25 knacken – im letzten Jahr lief er an gleicher Stelle 14:34. Jonathan Schaible will jene für die Junioren (15:00) schaffen, zugleich wie Teamkollege Max Meingast die 15 Minuten sicher unterbieten, was letzerem vor zwei Jahren erstmal eben im Koblenzer Stadion gelang. Auch Veronika Ulrich lässt sich die gute Gelegenheit nicht entgehen, hier wieder einmal deutlich unter 17 Minuten zu bleiben. Last but not least ist Senkrechtstarter Jonas Koller, noch der U18 angehörend, mit dabei. Er gibt sein Debüt auf den zwölfeinhalb Runden. Welcher Ort als Koblenz würde sich dafür wohl besser eignen!?