„Warmlaufen“ wird im Südwesten der Republik fortgesetzt

lutzsusi3_koblenz_foto-schaakeRegensburg, 22. Mai 2010 –  Eigentlich wollten die Telis-Laufasse schon mit breiterer Brust beim internationalen Pfingstmeeting in Rehlingen angreifen. Der ungewöhnlich kalte Mai lässt solches Unternehmen aber wahrscheinlich noch nicht zu für Corinna Harrer, Susi Lutz , Philipp Pflieger und co. An ganz schnelle Tempoläufe war in den letzten beiden Wochen nicht zu denken. So liegt denn immer noch in der abwartenden Ruhe die Kraft, auch wenn die Athleten schon kräftig mit den „Hufen“ scharren.

Für Susi Lutz geht’s in Rehlingen erstmals über die Hindernisse. Nach ihrem grippalen Infekt und dem noch nicht ganz gelungenen Rennen in Koblenz, ist dies ein Start ins Ungewisse. „Susi Lutz soll sich doch deswegen jetzt bloß keine  Gedanken machen, ein paar Sonnenstrahlen mehr, ein paar gute Tempoläufe im Training und schon ist sie wieder da, die gute Form vom 1. Mai, als sie die 10.000 m in 34:11 gelaufen ist“, beruhigt Teamchef Kurt Ring schon im Vorfeld alle Gemüter und zu allererst seine Vorzeigeathletin.

Gleiches gilt für Corinna Harrer nach gerade überstandenen Abitur. „Alles nur Kopfsache“, meinte sie nach dem zwischenzeitlichen Hänger beim Koblenzer 1500 m-Sieg. Jetzt ist wohl der Kopf frei, die Pace im Rehlinger 800 m Lauf aber bedeutend höher. Mal sehen, ob die Regensburgerin wie im letzten Jahr, da aber eine Woche später, mit einer 2:05 anfangen kann. Für Teamkollegin Christiane Danner geht’s in erster Linie darum, nach der langen Vorfrühlingspause geschwindigkeitstechnisch über 800 m wieder Fuß zu fassen.

Völlig entspannt reist Philipp Pflieger ins Saarland. Nach seinen 13:58 von Koblenz dient das 1500 m Rennen dort nur zum Aufbau. Unter 3:48,50 sollte es aber schon sein, für alle Fälle wäre das die DM-Norm. Man weiß ja nie, ob man sie doch noch braucht. Die DM-Norm ist auch für den letztjährigen DM-Achten Sebastian Zundler über 800 m das Ziel aller Rehlinger Dinge. 1:51,80 sind zu unterbieten, mit seiner letztjährigen 1:49,82 und den 8:28 über 3000 m im Rücken, sollte dies doch auch gelingen.

Michelle Weitzel greift in Weinheim ins Geschehen ein. Die 6,50-Springerin will bei versammelter deutscher Spitze beweisen, dass ihr Riesensatz vom Winter kein einmaliger Zufall war. Alle Sechs sind natürlich schon heiß auf ihr Heimspiel, der Sparkassen Gala am 5. Juni. Da geht’s dann schon um weit mehr. Schließlich müssen die Plätze für die Team-Europameisterschaften in Bergen besetzt werden. Wäre da ein/e Regensburger/in dabei, käme dies einer Sensation gleich. Auf Grund der letzt- und diesjährigen Vorleistungen darf aber schon mal ganz leise geträumt werden.