Die traditionell stark besetzten Gala-Läufe werden in den späten Abend versetzt

pflieger2_koblenz_foto-schaakeRegensburg, 18. September 2010 (orv) – „Stillstand ist Rückschritt“ war schon immer ein Grundsatz für die Macher der Regensburger Leichtathletik Gala. Nachdem die Veranstaltung in den letzten beiden Jahren durch elektronische Anzeigentafeln, Videowall und Livestream medial aufgepolstert wurde, will man nun den Ablauf optimieren. Zur bisherigen Struktur von Vorprogramm (10-16 Uhr) und dem eigentlichen Gala-Programm (17-19 Uhr) soll nun eine Laufnacht von 19.30 bis 22 Uhr dazukommen. Die Gründe dafür sind ganz einfache: Die Gala selbst litt immer ein wenig durch die vielen zeitintensiven Langstrecken (3000 m Hindernis, 5000 m bzw. 10.000 m) an einer zu langen Zeitdauer für die Zuschauer, die Langstreckenläufe selbst boten am Nachmittag durch die im Juni durchaus möglichen hohen Temperaturen und die selbst um 18 Uhr noch stark herrschende intensive Sonneneinstrahlung nicht die Bedingungen, die man für schnelle Zeiten braucht. Das Meeting ist wieder vierzehn Tage vor den Mannschaftseuropameisterschaften am Samstag, den 4. Juni 2011 terminiert.

„Die 5000 m heuer kurzerhand auf 21.20 Uhr zu verlegen, war der Wink mit dem Zaunpfahl“, so Meeting-Direktor Kurt Ring zur Sachlage, „zu dieser Zeit legt sich der Wind, die Sonne ist weg und es herrschen in aller Regel dann für den Langstreckenlauf ideale Voraussetzungen.“ Zusätzlich von ähnlichen Veranstaltungen in Belgien, Holland und Frankreich inspiriert, machte man sich beim Gala-Führungsstab an die Arbeit. Herausgekommen ist nun ein breites Angebot für alle Läufer von der absoluten Spitze bis zum ambitionierten Landesniveau, weil man die Laufnacht nach hinten offen mit den B- und C-Läufen und einer fetzigen Biergartenparty ausklingen lassen kann.

Der österreicher Verband hat sein Kommen mit allen wichtigen Bundeskadern schon jetzt angekündigt, die Schweizer werden auch wieder kommen und auch die Italiener mit ihren Südtirolern werden dabei sein. Vielen Vereinen kommt natürlich entgegen, dass sie auf Grund des üppigen Vorprogramms mit ihren gesamten Leistungsmannschaften anreisen können. Von deutscher Seite hat sich der gesamte Sprint mit den üblichen Staffeltests, die LangsprinterInnen, die Langhürdler und KurzhürdlerInnen, der weibliche Hoch/Stabhochsprung und die HindernisläuferInnen, speziell die des Nachwuchses angekündigt. Für die Mittel- und Langstreckenszene mag folgender Satz des Trainers von Sebastian Keiner alles auf den Punkt bringen: „Wer nicht nach Regensburg kommt, ist selber schuld, wenn er was versäumt hat.“ Auch die britischen und französischen Sprinter/Innen mit ihren Nationalstaffeln haben an Regensburg großen Gefallen gefunden und spontan wieder ihr Kommen avisiert.

Die Ziele der Regensburger reichen auch schon bis 2012. Eingedenk der Tatsache, dass die nationalen Titelkämpfe über 10.000 m eigentlich stets zu früh, fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit als Nebenveranstaltungen stattfinden, möchte man die Titelkämpfe im Olympiajahr in die Laufnacht holen und international ein wenig aufpolieren. Die Bewerbung liegt bereits beim DLV vor. Dass dies auch bei den deutschen LangstrecklerInnen auf Gegenliebe stoßen wird, zeigte schon der kurzfristig angesetzte Rekordversuch von Sabrina Mockenhaupt im Jahr 2009 und die ernstgemeinte Nachfrage von Irina Mikitenko im Jahr 2010.