Sind das Rekorde für die Ewigkeit?

koch-marita_wm83-intStuttgart, 29. September 2010 (mz/dpa) - Als Marita Koch in Canberra ins Ziel lief, kamen einige Läuferinnen gerade erst aus der letzten Kurve. Sie riss die Arme hoch an diesem 6. Oktober 1985 und klatschte in die Hände, ihre Zeit von 47,60 Sekunden über 400 Meter hat seitdem keine Frau unterboten. 20 Jahre nach der Wiedervereinigung stammen noch immer 21 deutsche Leichtathletik-Rekorde in den 47 olympischen Disziplinen von Athleten der ehemaligen DDR. Die Fabelzeit der heute 53 Jahre alten Rostockerin ist nur der bekannteste von ihnen und obendrein einer von vier bis heute gültigen Weltrekorden. Während Koch darauf „auch nach 25 Jahren noch ein bisschen stolz ist“, wie sie der Nachrichtenagentur dpa sagte, hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) diese Bestwerte nie streichen können. Sie stehen unter Doping-Verdacht und sind für den DLV-Vizepräsidenten Günther Lohre deshalb „weniger Rekorde, als eher Mahnmale“. Dieses Thema, erklärt er, „stört den Vereinigungs-Prozess noch immer. Heiße Themen geht man im Sport noch immer nicht so an, wie es sein müsste.“ Hier geht's weiter auf den Seiten der MZ ...