Telis-Dreispringer Trainingspartner von Jenny Elbe

ziegler1_dm-aktive-kiefnerfotoNeustadt/WN, 15. November 2010 (ziegler) - „Habe einen neuen Trainingspartner gefunden, männlich, Dreispringer und heißt Manuel Ziegler“, so lautet die Nachricht auf Twitter. Eintrag stammt aus dem  elektronischen Tagebuch von Jenny Elbe, Dresdner SC, der Medaillengewinnerin der Jugend EM 2009. Ihr Vater Jörg Elbe, Weltklasse-Dreispringer der 80er Jahre (17,30 Meter) und Erfolgstrainer von Hochspringer Raul Spank, dem WM Dritten von Berlin und Olympia Fünften 2008, hat den Neustädter in seine Trainingsgruppe aufgenommen. Eine erste Bewährungsprobe hatte der Oberpfälzer im Trainingslager in der Sportschule Zinnewitz, die in der DDR Zeit als Kaderschmiede galt. „Das war meine härteste Trainingswoche überhaupt. Mit Raul Spank zu trainieren, heißt, bis zur völligen, körperlichen Erschöpfung zu gehen“, fasste Ziegler seine Eindrücke zusammen. „Doch wer im Herbst und Winter nicht fleißig ist, wird im Sommer die Rücklichter der anderen sehen“, weiß der Athlet der LG TELIS FINANZ Regensburg. Aber das Fundament für seine neuen Ziele hatte er somit an der Ostsee gelegt.

Die ungeraden Jahreszahlen waren bisher  seine besten Leistungsjahre. 2007 schaffte er das Finale bei den europäischen Jugendspielen, 2009 sprang er ebenfalls in den Endkampf der besten Acht bei den Jugend-Europameisterschaften. 2011 stehen im tschechischen Ostrava, die Junioren-Europameisterschaften an.  Und da will er so schnell wie möglich hin. „Mein Ziel, im Sommer die Norm von 16,15 Metern zu springen, ist sehr hoch gesteckt  und ehrgeizig. Aber ich brauche diese Motivation, um meine Bestleistung weiter zu steigern.“

Sein  Sprungergebnis aus diesem Jahr liegt bei 15,77 Metern. 3 bayerische Meistertitel im Weit- und Dreisprung, der Gewinn der süddeutschen Meisterschaften in der Halle, sowie Platz 3 bei den deutschen Junioren-Meisterschaften, jeweils Platz 6 bei der DM der Männer in der Halle und im Freien und der Sieg im Länderkampf gegen Polen mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft waren die Höhepunkte des abgelaufenen Wettkampfjahres für den 20jährigen. Lohn für seine Mühen war die erneute Berufung in den Bundeskader, die in diesen Tagen offiziell erfolgte. 2010 wurde er als einziger B-Kader Athlet im Dreisprung geführt. 2011 wurden 2 weitere Dreispringer aufgrund ihrer Perspektiven  trotz fehlender Norm ebenfalls in den B-Kader  bestellt. Allerdings erlauben fehlende Gelder  nur 2 Trainingsmaßnahmen mit dem DLV (Deutscher Leichtathletik Verband). Auftakt bildet ein Trainingswochenende in Erfurt noch im November, dann eine Leistungsdiagnostik am OSP in Frankfurt. Der Förderung durch den BLV ist er altersbedingt entwachsen. Daher muss er jetzt um so mehr auf seine neue Trainingsgruppe in Dresden bauen. Der Oberpfalz und der LG in Regensburg bleibt er treu: „Die LG hat immer ein offenes Ohr für alle leistungssportlichen Belange und ich freue mich schon auf die nächsten Wettkämpfe zusammen mit den LG Athleten.“

Groß geworden ist er mit dem Mehrkampf. Als Zehnkämpfer hat er aber mit einer elften Disziplin seine eigentliche Leidenschaft, den Dreisprung, entdeckt. Seinen Wettkampf empfindet er wie einen Krimi: „Die Weitenjagd im Dreisprung ist ein Mix aus Kraft, Eleganz und Sprunggefühl.“ Und seinen ganz persönlichen Spannungsbogen möchte er natürlich zu gerne bis zu seinen nächsten Wettkampfhöhepunkten weiter voran treiben.