Die beiden Telis Asse sind im 24-köpfigen deutschen Cross-EM-Aufgebot

orth5_darmstadt10_kiefner-fotoRegensburg, 6. Dezember 2010 –  Der Deutsche Leichtathletik Verband schickt 24 AthletInnen zu den diesjährigen Cross-Europameisterschaften am kommenden Sonntag ins portugiesische Albufeira. Darunter sind mit Corinna Harrer und Florian Orth auch zwei Asse der LG Telis Finanz Regensburg. Corinna Harrer, im Vorjahr bereits sensationelle Vierte der U20 und Bronzemedaillengewinnerin mit der deutschen Mannschaft, schielt natürlich heuer auch Richtung Edelmetall. Florian Orth hatte im Vorfeld nur einen Wunsch: „Mit einer starken U23 Mannschaft in der Teamwertung möglichst weit nach vorne kommen.“ Ausgerechnet in seiner Altersklasse hat der DLV aber gewisse Aufstellungsschwierigkeiten und kann hier nur vier Athleten mitnehmen.

Crosswettkämpfe sind unwägbar. Das weiß keiner besser als Telis-Chefcoach Kurt Ring: „Die Tagesform spielt in diesem frühen Saisonvorbereitungsstadium noch eine überragende Rolle. Wer auch nur ein bisschen überzockt, wird schnell von der gesamten Meute geschluckt und von einer aussichtsreichen Position ins Mittelfeld durchgereicht.“ So ist denn eine Prognose für die beiden Regensburger sehr schwierig. Die Form bei Corinna Harrer scheint genauso gut wie beim letztjährigen vierten Einzelplatz zu sein, der Erwartungshorizont natürlich auf Grund des Vorjahres ist jetzt ein anderer. „Top-ten ist ein realisierbares Ziel und wenn das mit mir auch Gesa-Felicitas Krause schafft, haben wir in der Teamwertung wieder gute Medaillenchancen“, ist sich die Telis-Läuferin sicher.

Für Florian Orth stellt sich das Ganze als wesentlich härtere Nuss dar. Erstens ist U23 nicht gleich U20 und zweitens fehlen dem Telis-Läufer jüngere internationale Erfahrungen, zumal es für ihn über sehr lange 8170 Meter geht und der Kurs nicht gerade leicht ist. Dass der gebürtige Hesse aber unheimlich kämpfen kann, wenn es drauf ankommt, hat er im letzten Jahr oftmals bewiesen. Als bester Deutscher ins Ziel kommen, wäre da schon ein Teilerfolg. Eine ganz besondere Herausforderung ist natürlich der derzeitige Temperaturunterschied. Während man derzeit in Deutschland mit Schnee und Eis kämpft, wurden in Albufeira diese Woche fast 20 Grad plus gemessen.