Lothar Pöhlitz über ein halbes Jahrhundert 800 m Frauen

gesell_gala02Kürten, 23. Dezember 2010 (grr/pöhlitz) - Über 800 m ist ein solcher „Doppelstart“ möglich, vorausgesetzt das Training in den Monaten März – Mai verläuft planmäßig, ohne große „Stolperer“ und die vorbereitenden Wettkämpfe sind gut ausgewählt und organisiert.Vielen jungen 800 m Läuferinnen wird es wie ein Scherz vorkommen, wenn sie heute lesen dass „einst“, lange 32 Jahre, Leichtathletik – Funktionäre, die Weltpresse und die gesellschaftliche Stellung der Frau ihnen die Läufe über 2 Runden und mehr auf der Aschenbahn verbieten konnten.Vor allem aus der UdSSR, osteuropäischen Ländern und England kamen in den fünfziger Jahren energische Impulse für die Frauenmittelstrecken nach der Weltkriegspause. Nachdem Nina Otkalenko-Pletnjowa 1952 mit 2:08,5 in eine damals neue Leistungsdimension vorgestoßen war, war auch ein steiler Aufstieg der Frauenleichtathletik mit spürbaren Fortschritten verbunden. 1954 gab es 800 m auch bei Europameisterschaften, 1960 wurde die Russin Ludmila Schewzowa erste Olympiasiegerin mit Weltrekord in 2:04,3 Minuten. Solange galt der Olympische Rekord aus dem Jahre 1928. Den hatte die Deutsche Lina Radke mit 2:16,8 sozusagen im letzten 800er vor der großen Pause aufgestellt. Hier geht's weiter auf den Seiten von GRR ...