Telis-Nachwuchs kämpft bei Landeshallenmeisterschaften um Plätze auf dem Stockerl

koller_grau1_blv-jugendhalle10_kiefnerfotoRegensburg, 10. Januar 2011(orv) –  Die Zeiten sind vorerst vorbei, als AusnahmeathletInnen wie Corinna Harrer, Manuel Ziegler und Stefan Matula bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften für die Jugend A ihre Goldmedaillen eigentlich nur abholen brauchten. Der Telis-Nachwuchs des Jahres 2011 muss sich indessen ganz schön strecken, um überhaupt das Stockerl zu packen. Am ehesten ist dies noch Mittelstreckler Jonas Koller zuzutrauen, der freilich auch die Altersklasse gewechselt hat und nun in der U20 eben nicht automatisch zu den Favoriten zählt. Ebenso Medaillenträume können Johannes Donhauser (3000 m mJB), Lukas Zweck (400 m mJA), Simon Ziegler (Stabhoch mJA) und Franziska Reng (3000 m wJB) hegen. Die 4x400 m Frauenstaffel in der Besetzung Vera Stelkens, Julia Liedl, Christiane Danner und Corinna Danner gehört bei den ebenfalls in Fürth stattfindenden Staffelentscheidungen der Frauen und Männer zum Favoritenkreis.

Im Sprint wird Kevin Urbanek die Farben der LG Telis Finanz vertreten. Sollte das Jungtalent tatsächlich einmal von Verletzungen verschont bleiben, ist ihm durchaus über 60 m und 200 m der Sprung unter die besten Acht zuzutrauen. Teamkollege Lukas Zweck, bereits mit einer 49er Zeit ausgestattet, könnte an einem guten Tag sogar nach Gold greifen. Über 3000 m führt für Jonas Koller in diesem Jahr aber kein Weg vorbei am JWM-Finalisten Martin Grau aus Höchstadt. Stabhochspringer Simon Ziegler hat mit dem Würzburger Artur Wollert auch ein Kaliber mit einer 30 Zentimeter besseren Hausmarke vor der Nase.

Für Luka Krampert und Mona Fischer geht’s im U20-Bereich weiblich zunächst mal darum, das A- und B-Finale zu erreichen. Auch über 200 m sollte das Erreichen der besten Acht ein durchaus realistisches Ziel sein. Leonie Wagner und Anna Lotter versuchen sich als Noch-B-Jugendliche über 400 m eine Klasse höher. Mit guten 59er Zeiten ausgestattet ist an einem guten Tag sogar der Zug Richtung Medaillenplatz noch nicht abgefahren. Ähnliches gilt für das 4x200 m Quartett, sofern es in der besten Besetzung Fischer, Lotter, Krampert, Wagner antreten kann. Das Aufregendste beim U20-Weitsprung wird aus Telis-Sicht wohl die Tatsache sein, dass die inzwischen zur nationalen Frauenspitze gehörende Michelle Weitzel außer Konkurrenz – weil eben schon zu alt für die Jugendlichen – erstmals ihre Visitenkarte in diesem Jahr abgeben wird. In den ebenfalls stattfindenden Entscheidungen über 3000 m der B-Jugend gehören Johannes Donhauser und Franziska Reng (beide LG Telis Finanz) hinter den Favoriten Daniel Prechtl (LG Reischenau-Zusamtal) und Lena Fischer (TV Bad Kötzting) zu den Medaillenanwärter/Innen.

So gut die Vier der 4x400 m Telis-Frauenstaffel auch sind, es wird schwierig sein, das Quartett überhaupt einigermaßen an den Start zu bekommen. Einzig die Langsprint-Spezialistinnen Vera Stelkens und Julia Liedl sind ohne besondere Vorbelastung. Für „Tausend-Strecken-Frau“ Corinna Harrer stellt sich dies doch ein wenig anders dar: Nach ihrem Silvesterlauf-Sieg über schlappe 11,2 km sind weniger die 400 m die ultimative Herausforderung, sondern eher die Tatsache, dass sie erst am Mittwoch aus dem zehntägigen Trainingslager von Spanien zurückkehrt und dort etwas mehr als 200 Kilometer unter die Beine genommen hat. Ähnliches, aber nicht mit der ganz so harten Intension gilt für Teamkollegin Christiane Danner.