Telis-Mehrkämpfer absolviert nach langer Verletzungspause ersten Wettkampf

rudigor1_blv-jugendhalle10_kiefnerfotoRegensburg, 16. Februar 2011 (sw) - Fast genau ein Jahr ist es inzwischen her, dass Telis-Mehrkampfhoffnung Igor Rud seinen letzten Wettkampf bestritt und das auch noch sehr erfolgreich. Platz 5 bei den Deutschen Hallenmehrkampfmeisterschaften mit der sehr guten Punktzahl von 5303 Punkten ließen auf einen erfolgreichen Sommer mit über 7000 Punkten im Zehnkampf hoffen. Kurz vor dem Ostertrainingslager – und was noch ungünstiger war, kurz vor Beginn der praktischen Abiturprüfungen im Leistungskursfach Sport – wo sich der Telis-Mehrkämpfer den letzten Schliff für die Sommersaison holen wollte, die schlechte Nachricht: Kreuzbandriss im Sprungbeinknie.

Für viele andere Sportler wäre dies ein Grund, die Leistungssportkarriere an den Nagel zu hängen und sich auf Studium und Beruf zu konzentrieren, nicht so für Igor Rud. Nach anfänglichem Schock folgte die schnelle Operation bei Kniespezialist Dr. Ertelt in Regensburg und anschließend unzählige Stunden Krankengymnastik und Reha. Die gute Laune und den Glauben an eine Rückkehr zum Zehnkampf hat der blonde Modellathlet dabei nie verloren, bereits im September, als er gerade wieder anfing, unter der Aufsicht von Telis-Rehaspezialistin Jennifer Lehmann die ersten vorsichtigen Schritte zu laufen, plante er den Termin für seinen nächsten Mehrkampf. Und auch wenn es hin und wieder harte Phasen und kleine Rückschläge gab, der verdiente Lohn für die Mühen und den Fleiß im vergangenen Jahr kam am Samstag bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften in Fürth. Natürlich war ein voller Mehrkampf noch nicht möglich, aber die Chance, gemeinsam mit seinen Kollegen vom Telis-Mehrkampfteam wieder Wettkampfluft zu schnuppern, ließ sich Igor Rud nicht entgehen. Das Ergebnis dieses ersten Tests war sehr vielversprechend: Mit 7,29s über 60m blieb er nur acht Hundertstel über seiner Bestzeit aus dem Jahr 2010 und war damit sogar schneller als alle seine Teamkollegen. Die 6,19m im Weitsprung aus 10 Anlaufschritten mit dem Nicht-Sprungbein zeigen die vielseitige Ausbildung des Mehrkämpfers und der erste Versuch mit der noch ungewohnt schweren Männerkugel landete bei guten 12,48m. Da der Hochsprung aus Vorsichtsgründen noch nicht möglich ist, beendete ein strahlender Igor Rud nach drei Disziplinen und einem gelungenen Comeback seinen ersten Wettkampf nach über einem Jahr. Auch Hürden und Stabhochsprung stehen bereits wieder auf dem Trainingsplan des zufriedenen Trainers Stefan Wimmer, der sich nach diesem gelungenen Test gemeinsam mit seinem Schützling auf den ersten richtigen Zehnkampf in der Männerklasse in diesem Sommer freut.