Bernadette Pichlmaier : Im hohen Trainingsumfang ist auch Qualität

pichlmeier2_dm-marathon2010_kiefnerfotoKürten, 6. April 2011 (pöhlitz) - Damit es alle – vor allem aber die „jüngeren unter den germanroadracern“- lesen können ist es bestimmt auch für „Sie / Dich“ interessant einige Passagen über das Training aus dem sehr informativen Beitrag von Manfred Steffny im Spiridon-magazin 4/11 über das Leben und Laufen der 42 jährigen Deutschen Marathonmeisterin Bernadette Pichlmaier-Rothmüller (1.63 / 56 kg)  und ihren Trainer Franzcisco Munoz hier kurz zu wiederholen. Auch weil da wo andere deutsche Leistungsläufer immer wieder darüber diskutieren ob nun 140 – 160 – 180 oder mehr Kilometer richtig sind – wo  es einer Sondermeldung gleichkommt wenn einmal ein Langstreckler eine 200 km-Woche schafft – sie es einfach tut, seid vielen Jahren, in den Wäldern rund um Tegernbach / Bayern oder auf der Bahn in Freising. Nachdem sie 2005 in München 2:57:09 geschafft hatte ging es wohl erst richtig los bei der damals 36 – jährigen. Wir erfahren, dass sie im Moment bei 180 – 190 km / Woche angekommen ist. Und dass sie in 4 Jahren keine Beschwerden hatte. Da kann man davon ausgehen, dass sie und ihr Trainer auch das Problem von Belastung und Erholung im Griff haben. Da können sich wohl einige eine dicke Scheibe abschneiden. Märchen werden nur wahr wenn man die Wege zum Ziel auch geht.

Vor Beginn der neuen Saison steht sie bei 17:06 - 34:10 - 1:15:06 und 2:35:26 will nun 1:14 und 2:33. Für alle lässt sie sogar einen Blick hinter die Kulissen zu. Aus einer dokumentierten Trainingswoche vom 15.-22.3.2011 erfahren wir, dass ihre Leistungen nicht nur aus einem ordentlichen Trainingsumfang resultieren, sondern Quantität und Qualität durchaus dem Anspruch der gegenwärtig Besten aus dem Höhen von Kenia und Äthiopien gerecht werden. Ich weiß es leider nicht in welcher Höhenlage Tegernbach liegt! Mit vielleicht hin und wider einen „langen, anspruchsvollen Lauf“ mehr könnte sie ihr Vorhaben zukünftig noch weiter optimieren.

Trainingswoche 15.-22.3.2011 (11 TE / ~ 190 km)

Montag     1.TE    15 km 4:20 min/km   
2.TE    15 km Tempowechsel 5 km 4:20 – 5 km 4:00 – 5 km 4:20

Dienstag   1.TE    10 km 4:30 min/km         
2.TE    10 x 1000 m 3:35 / Tp: 60“  + 5 x 1000 m 3:30 / Tp: 90“

Mittwoch   1.TE    3–10–3km                      
2.TE    15 km 4:20 min/km 4:30 – 4:00 – 4:30

Donnerst.  1.TE    30 km TW in 2:05 (4:10 / 4,0 m/s)

Freitag     1.TE    15 km 4:20 min/km         
2.TE    15 km TW (3 – 9 – 3 km) 4:20 – 4:00 – 4:20

Samstg.   1.TE    4 x 5 km 18:45 / P: 2´(Renntempo für 2:38)

Sonntag   1.TE    20 km 4:30 min/km

Quelle: Spiridon 4/11