Verkehrte Welt in der Läuferhochburg Regensburg

Regensburg, 23. April 2011 –  Regensburgs Läufer/Innen haben inzwischen in dieser unserer Republik einen hervorragenden Namen.  Auch 2011 haben sie dies schon eindrucksvoll mit drei Deutschen Meistertiteln, einer Hallen-EM-Teilnahme und einer beeindruckenden Dominanz auf Landesebene bewiesen. Bei den diesjährigen Oberpfalzmeisterschaften am letzten Samstag im Städtischen Stadion am Weinweg fehlten sie. Der Grund war ein ganz einfacher: Das gesamte Team weilte zur Saisonvorbereitung im italienischen Cervia.

So wurden denn auch andere Bezirksmeister/Innen auf der 5000m Distanz. Dagegen ist wirklich nichts einzuwenden, wäre da nicht die absolut „tolle“ Berichterstattung gut sechs Tage später im überregionalen Sportteil der Mittelbayerischen Zeitung. Die Sieger hießen Patrick Zimmermann und Andrea Holzapfel mit Zeiten von 16:10 und satten 23:13. Persönlich mag dies für die beiden ein Triumph in ihrem Sportlerleben gewesen sein und man kann dazu gratulieren.

Jener, der diese Ergebnisse aber als „hochklassig“ und als „lange nicht mehr in Regensburg gesehene“ in der MZ verkaufte, muss wohl die letzten zehn Jahre verschlafen haben, absolut nichts von der Leichtathletik verstehen und vielleicht auch noch einen etwas feucht-fröhlichen Besuch in einem Regensburger Biergarten verbracht haben. Man mag werte Leser ja hinters Licht führen, aber dann sollte man es wenigstens mit Niveau erledigen. Erst letztes Jahr lief ein gewisser Philipp Pflieger im Trikot der LG Telis Finanz Regensburg eine 13:46,04 und so nebenbei bei der heimischen Sparkassen Gala im Uni-Stadion eine 13:52. Der Oberpfalzrekord bei den Frauen wird von der Regensburgerin Susi Lutz seit 2009 mit 16:12 gehalten und wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt, wird er von den schnellen Telis-Mädels in 2011 sogar unter 16 Minuten gedrückt.

von Kurt Ring