Körnig läuft über 100m Weltrekord"

Die Regensburger Leichtathletik hatte auf dem Platz des 1. FC Regensburg in der Goethestraße am Himmelfahrtstag 14. Mai 1931 eine großen Tag. Über 100m war keine geringerer als der zehnmalige Deutsche Meister und zweimalige Silbermedaillengewinner (4x100m-Staffel) Helmut Körnig (SCC Berlin) am Start. Er gewann den 100-Meter-Lauf in Weltrekordzeit von 10,3 Sekúnden vor Rothauscher (RT) in 10,8 Sek. Nun ist ja erst seit 1938 für die Anerkennung von Rekorden Windmessung vorgeschrieben (100m, 200m, 110m-Hürden, Weit- und Dreisprung). Wenn dem Regensburger Anzeiger (Ausgabe 15. Mai 1938) zu entnehmen ist, dass die Leistung "von etwas stärkerem Rückenwind erzielt wurde," so wird dieser doch recht heftig geblasen haben,dass dieser  Leistung der Eintrag in die Rekordlisten von DLV und IAAF verwehrt blieb.

Die 400m, 400m Hürden und den 800m Lauf (drei Rennen an einem Tag) gewann der 15malige Deutsche Meister und Weltrekordler (800 und 1500m) Dr. 0tto Peltzer (Preußen Stettin). Hochsprungsieger wurde Wolfgang Boneder (Jahn Regensburg) mit 1,65m. Der Fußballnationaltorwart und Bayerische Meister 1935 über 110m Hürden, Hans Jakob (Jahn Regensburg) gewann den Dreisprung mit 13,00m.Steinberger (Jahn) hieß der Gewinner des Hammerwerfens. Der deutsche Rekordhalter im Speerwerfen, Dr. Gottfried Weimann(Wacker Leipzig), erster Deutscher der über 70 m warf, wurde hier "nur" Zweiter.

Hartmut Schweitzer