Fiegen_gala11_lexfotoRegensburg, 6. Juni 2011 (Wotruba/MZ) Wohin des Weges? Diese Frage konnten Susi Lutz und David Fiegen, zwei der Regensburger Lokalmatadoren, im Vorfeld schwerlich beantworten. SAusi Lutz war als Sechste und Bayerische Meisterin über 3000 m Hindernis zufrieden mit ihrer Zeit von 10:10,58 in einem Feld,in dem mit der drei bzw. fünf Jahre jüngeren Konkurrenz von Jana Sussmann (9:47,91) und Gesa Felizitas Krause (9:52,00) schon die nächste Generation den Ton angab.




LutzSusi1_gala11_kiefnerfoto„Ich habe mich wohlgefühlt im Rennen”, sagte Lutz, die 2010 in Braunschweig als deutsche Meisterin einen ihrer größten Erfolge gefeiert hatte, über ihren Saisoneinstieg. „Die Technik am Wassergraben und den Hindernissen stimmt, aber läuferisch fehlt es noch. Aber ich bin auf einem guten Weg, zur alten Form zurückzufinden." Lutz lief bewusst von Beginn ihr eigenes Tempo: „Ich wusste, dass die beiden vorne schnell machen wollen", sagte sie und nahm sich in Dauerkontrahentin Verena Dreier ihren Anhaltspunkt. Ende des Monats will sie sich in Metz verbessern.

Für David Fiegen ist es derzeit noch schwerer, über 800 Meter wieder Fuß zu fassen. Nach Jahren der Verletzung muss sich der Vize-Europameister daran gewöhnen, dem Feld hinterherzulaufen. Mit dem Sieg, den der ebenfalls nicht ganz zufriedene Robin Schembera („Regensburg ist immer hart") in deutscher Jahresbestzeit davontrug, hatte der Luxemburger im Telis-Trikot nichts zu tun. „Früher hätte ich so ein Rennen locker gewonnen", sagt Fiegen. „Jetzt muss ich mich neu orientieren. Hinten raus klappt es ganz gut: Aber die erste Runde ist das Problem."

Dem Feld schweren Schrittes hinterherzuhecheln macht einem Mann wie David Fiegen Probleme — obwohl er im Vorfeld mit viel Realismus seine Zeit (1:49,68) gut vorausgesagt hatte. „Auch wenn du versuchst, das ganz nüchtern hinzunehmen — ich hatte schon kurz den Gedanken auszusteigen,", sagte Fiegen, verwarf diesen Gedanken aber ganz schnell wieder.