Michelle Weitzel in der deutschen Nationalmannschaft

Dieburg, 4. Juli 2011 (Julia Beranek, adh) - Vom 12. bis 23. August 2011 wird Shenzhen zur Metropole des studentischen Spitzensports: Zur 26. Sommer-Universiade werden rund 13.000 Teilnehmer aus mehr als 170 Nationen in China erwartet. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) entsendet 116 studentische Spitzenathleten zur Universiade.

Nach den Olympischen Spielen ist die Universiade die größte Multi-Sportveranstaltung der Welt. Dabei soll die diesjährige Universiade alle bisherigen Veranstaltungen in den Schatten stellen. Die chinesischen Ausrichter haben mit insgesamt 24 Sportarten und 306 Wettbewerben das Programm deutlich ausgeweitet. Kurz vor der Leichtathletik-WM im südkoreanischen Daegu und mit Blick auf die Olympischen Spiele 2012 in London gilt die Universiade für Nachwuchshoffnungen wie Spitzenkräfte als Standortbestimmung.

Die deutsche Mannschaft besteht aus 116 Athletinnen und Athleten, die in 18 der insgesamt 24 angebotenen Sportarten an den Start gehen. Dies sind: Badminton, Basketball, Beach-Volleyball, Bogenschießen, Fechten, Gewichtheben, Golf, Judo, Leichtathletik, Radsport, Schach, Schießen, Schwimmen, Segeln, Taekwondo, Tennis, Tischtennis und Wasserspringen. Insgesamt umfasst das deutsche Team mit der Delegationsleitung, den Trainern, Betreuern, Ärzten und Physiotherapeuten rund 180 Personen.

adh-Sportdirektor Thorsten Hüsch erläutert: „Bei der Sommer-Universiade werden in diesem vorolympischen Jahr besonders hochkarätige Mannschaften erwartet, denn für viele Länder stellt die Universiade die Generalprobe für London 2012 dar.“ Für den deutschen Sport nimmt diese Universiade aufgrund des Austragungsorts in Asien sowie zahlreichen Termin-Kollisionen wieder verstärkt die Rolle der Förderveranstaltung für den Leistungsnachwuchs ein. Thorsten Hütsch: „In diesem Jahr muss die Förderung der Nachwuchsathleten im Vordergrund stehen, die die absolute nationale und internationale Spitze noch nicht erreicht haben. Sie sollen über die Universiade Erfahrung und Motivation sammeln, um im kommenden Olympischen Zyklus bis zu den Olympischen Spielen 2016 zur deutschen Elite zu zählen.“

Dennoch zeigt Hütsch sich optimistisch, was die Medaillenchancen und die Aussicht auf Top-Ten-Platzierungen der deutschen Mannschaft anbelangt: „Wir haben die Nominierungskriterien erneut angepasst, um auch in diesem Jahr ein international konkurrenzfähiges Team zu entsenden. Insbesondere im Beachvolleyball, Schießen, Schwimmen und in der Leichtathletik haben die deutschen Sportlerinnen und Sportler gute Chancen auf Edelmetall.“

Neben den sportlichen Höchstleistungen ist die Kommunikation unter den Studierenden über alle Nationen und Kulturen hinweg ein besonderes Charakteristikum der Universiade. Die Verbindung von Spitzensport und persönlichem Austausch macht die besondere Atmosphäre und Anziehungskraft der Universiaden aus, die auch von etablierten Sportstars sehr geschätzt wird.

Der Allgemeine Deutsche Hochschulverband (adh) gab am Montag das Aufgebot für die Universiade in Shenzhen (China; 12. bis 23. August) bekannt. Darunter sind auch 19 Leichtathletinnen und Leichtathleten. Zu den Hoffnungsträgern gehören der Deutsche Meister über 400 Meter Hürden, Georg Fleischhauer (TU Dresden), die Hallen-EM-Dritte im Stabhochsprung, Kristina Gadschiew (TU Kaiserslautern), die Deutsche Hallenmeisterin im Weitsprung, Michelle Weitzel (Uni Regensburg), und die EM-Siebte im Diskuswerfen, Sabine Rumpf (HfPV Wiesbaden). Für die Regensburgerin ist es der zweite Einsatz in der deutschen Nationalmannschaft. Hier geht's zum Artikel auf ihrer Homepage und hier geht's weiter bei leichtathletik.de ...