Caster Semenya plant 800m und 1500m Weltrekord

Regensburg, 2. August 2011 -  800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya hat bekannt gegeben, dass sie mit der Verbesserung der Weltrekorde über 800 und 1.500 Meter liebäugelt. Die Bestmarken liegen bei 1:53,28 bzw. 3:50,46 Minuten. Die Bestzeiten der Südafrikanerin sind 1:55,45 und 4:08,01 Minuten. So die trockene Meldung zu einer seit 2009 schwelenden Charade der obersten Funktionäre der IAAF mit ihrem Boss Lamin Diack an der Spitze.

So erschreckend die Tatsache war, dass ein medaillengieriger südafrikanischer Leichtathletik Verband trotz besseren Wissens zuließ, dass die junge afrikanische Läuferin Caster Semenya trotz zweifelhaftem weiblichen Status bei der WM in Berlin antreten konnte und dann sogar den Titel gewinnen konnte, so peinlich ist die weitere Geschichte. Anstatt das Woodoo-Kunststück afrikanischer Wahrheitsfindung nun endgültig zu beenden, wird das arme Ding sozusagen mit Doping retour wieder zumindest hormonell zur eindeutigen Frau gemacht, indem man medikamentös alle überreichlich vorhandenen männlichen Hormone so weit zurückführt, dass überdurchschnittliche Leistungen wie vorher unmöglich werden, aber ein Verbleib im leichtathletischen Meeting-Zirkus weiterhin möglich ist.

Wer sie in diesem Jahr beim einen oder anderen Diamond League Meeting laufen hat sehen, kann Caster Semenya nur bedauern, die meist nur zum Hinterherlaufen verdammt war. Jene hormonelle Behandlung hat deutlich sichtbar Spuren hinterlassen und so manches Fettpölsterchen ist zu sehen. Letztendlich gehen damit die obersten Hüter einer „fairen“ Leichtathletik den leichtesten Weg: Sie kann mitlaufen, aber in Form von außergewöhnlichen Leistungen nichts mehr anrichten. Sollte dies trotz aller Maßnahmen vielleicht doch passieren, kann man jenen Hormon-retour-Hahn vielleicht wieder ein bisschen mehr aufdrehen.

Was man dabei wohl völlig vergessen hat, Caster Semenya über den wahren Zustand ihres Körpers völlig aufzuklären und ihr die Illusion von neuen Weltrekorden zu belassen. Überhaupt schreit der afrikanische Umgang mit Wahrheiten zum Himmel. Einerseits werden mit der afrikanischen Läuferschar Millionen von Preisgeldern kassiert, anderseits fehlen dann „Kühlschränke, um Dopingproben aufbewahren zu können“. Den Aufbau von nationalen Dopingkontrollsystemen braucht man auf Grund solcher Not dann von vornherein nicht mehr ins Gespräch bringen.