Harrer, Orth und co. wollen sich in Darmstadt für die Cross-EM qualifizieren

OrthFlorian3_DM-Aktive11_kiefnerfotoRegensburg, 16. November 2011 (orv) – Nach dem kleinen Aufgalopp beim Bayerischen Cross-Festival geht’s für die Telis-Laufasse am kommenden Sonntag beim Darmstadt-Cross schon in die Vollen. Corinna Harrer, Neuzugang Maren Kock und Florian Orth wollen sich dort wie im Vorjahr für die am 11. Dezember im slowenischen Velenje stattfindenden Cross-Europameisterschaften qualifizieren. Auch Jungspund Jonas Koller hofft auf seinen ersten internationalen Einsatz, wenn bei ihm alles glatt läuft. Mit an Bord ist auch Wiedereinsteiger Philipp Pflieger, sein Teamkollege Julian Flügel und der so furios in die neue Saison gestartete U23-Junior Jonathan Schaible.

„Ich werde nur in Darmstadt laufen, wenn mich der DLV danach nicht mitnimmt, habe ich eben Pech gehabt“, so ein alles auf eine Karte setzender Florian Orth, im letzten Jahr in der U23 immerhin EM-Zehnter und bester Deutscher. Geht der Telis-Läufer gesund an den Start und daran gibt es zumindest derzeit keine Zweifel, gilt er auch als ganz heißer Kandidat für das deutsche U23-Team. Eigentlich muss er nur unter den ersten fünf Junioren einlaufen, weil von den sechs EM-Plätze bereits fünf in Darmstadt vergeben werden.

Ähnlich denkt auch Corinna Harrer, die bereits letzten Samstag in Ingolstadt ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben hat. Sie trifft zwar im Hessischen auf eine beinharte und total versammelte deutsche U23-Elite, sollte aber dennoch stark genug sein, um einen der fünf Quali-Plätze zu ergattern. „Darmstadt war zwar noch nie mein Pflaster, aber zur Not mache ich die EM eine Woche im holländischen Tilburg klar“, ist sich Telis-Neuzugang Maren Kock auch ziemlich sicher, am 11. Dezember an der Seite von Teamkollegin Corinna Harrer an der Startlinie zu stehen.

Der Sechste der Deutschen Crosslaufmeisterschaften in der U20 Jonas Koller hat nur dann eine Chance, wenn er volles Risiko geht, in der Spitze mitläuft und alles auf eine Karte setzt. Nur so kann sein ganz großer Traum, „den Adler auf der Brust zu tragen“, in Erfüllung gehen. Solche Gedanken macht sich sein Teamkollege Jonathan Schaible in der U23 gleich gar nicht erst. Nachdem er im Sommer als Vierter der Deutschen Juniorenmeisterschaften über 5000m überrascht hatte, am Samstag außerordentlich gut in die Wintersaison gekommen war, will er bei den Junioren einfach nur möglichst weit nach vorne kommen.

„Das ist schon ein geiles Gefühl, nach fast einem Jahr Reha-Training wieder an der Startlinie zu stehen“, fasst Philipp Pflieger seine Gedanken in einem prägnanten Satz zusammen. Das Auftaktrennen, ein kleineres in seiner schwäbischen Heimat, gab noch keine Auskunft, wo das Telis-Langstrecken-Talent derzeit noch steht. „An eine Cross-EM braucht er daher noch nicht zu denken, doch jedes Rennen wird ihn ein Stück näher an seine großen Ziele im nächsten Jahr bringen. Es läuft im Training außerordentlich gut“, sagt sein Trainer Kurt Ring. Julian Flügel, der unmittelbar aus der Regenerationsphase kommt, wird aller Voraussicht nach ebenso nicht um die EM-Plätze eingreifen können.