Harrer, Orth und Soethout erfüllen Richtwerte des DLV

Orth8_darmstadtcross11_kosmiderfotoDarmstadt, 20. November 2011 (orv) – Für Corinna Harrer und Florian Orth war der Darmstadt-Cross eher ein lästiger Pflichtgang auf dem Weg zur Cross-EM in Velenje, für die beiden Telis-Neuzugänge Jana Soethout und Maren Kock schon harte Qualifikationsarbeit in Richtung Herbstziel. Harrer und Orth entledigten sich ihrer Aufgabe mit Platz zwei und eins in der U23 souverän, Jana Soethout erfüllte in der selben Altersklasse mit Rang fünf schon im ersten Anlauf die Qualifikationskriterien und kickte damit ihre neue Teamkollegin Maren Kock, auf Platz sechs einlaufend, in die Relegation. Pechvogel des Tages war der Telis-Jugendliche Jonas Koller, der, auf Qualiplatz sechs liegend, nach zwei Drittel des Rennens von einem Mitkonkurrenten zum Sturz und damit um die EM-Quali gebracht wurde. Knapp hinter seinem Telis-Teamkollegen Julian Flügel, der als zweitbester Deutscher auf Rang vier einlief, kehrte Philipp Pflieger als Fünfter furios ins Wettkampfgeschehen zurück.

Pokerface Florian Orth überließ in der mit Spannung erwarteten U23-Ausscheidung zunächst den anderen die Initiative. Je länger das Rennen dauerte, desto weiter vorne sah man den Regensburger, Als Richard Ringer (Friedrichshafen) zum finalen Spurt ansetzte, war Florian Orth voll im Bilde, setze sich an die Spitze und wurde dennoch am Zielstrich fast noch ausgekontert. Am Ende teilten sich Orth und Ringer Platz ein. Orth-Teamkollege Jonathan Schaible lief als Achter ein sehr gutes Rennen, war kurzzeitig sogar einmal knapp am Qualiplatz sechs dran.

Harrer2_darmstadtcross11_kosmiderfotoCorinna Harrer macht sich allmählich zur ewigen Zweiten von Darmstadt. Anfangs an der Spitze mit etlichen kleinen Tempovorstößen arbeitend, verpasste sie noch den entscheidenden Antritt der derzeitig glänzend in Form befindlichen Anna Hahner. Den Rest des Feldes hatte die Regensburgerin aber sicher im Griff. Telis-Neuzugang Jana Soethout, seit einem Monat unter Telis-Coach Kurt Ring laufend, überraschte sich mit ihrer unerwarteten „Spontan-Quali“ wohl selbst am meisten. Maren Kock nahm’s trocken: „Ich wollte sowieso erst in Tilburg angreifen, Darmstadt liegt mir eigentlich nicht!“.

Die beiden Telis-Männer Flügel und Pflieger zeigten schon wieder deutlich, dass die deutsche Langstrecken-Elite mit Ihnen 2012 rechnen muss. Während der Hesse sich nun in Tilburg noch einmal für einen Einsatz bei den Cross-Europameisterschaften empfehlen will, zieht sich der Schwabe im Telis-Trikot in seiner Wahlheimat Regensburg erst einmal wieder ins Grundlagentraining zurück. „Ich bin überrascht, dass es bei mir schon wieder so gut läuft und erstaunt, dass die anderen nicht weiter weg sind“, so Pfliegers Fazit zum gelungenen Einstand in Darmstadt.