Auf Anhieb qualifizierten sich viele Telis-Athleten/Innen für die Hallen-DM

Regensburg, 23. Januar 2012 (orv) – Der Druck war groß. Zum ersten Mal mussten die Deutschlands Top-Athleten/Innen direkt in einer oft sehr kurzen und meisterschaftsgeprägten Hallen-Saison für die nationalen Titelkämpfe unterm Hallendach qualifizieren. Die Normen sind außerdem nicht von Pappe, auch wenn davon ausgegangen werden kann, dass die B-Norm meist dicke reicht. Für unser Team von der LG Telis Finanz galt es also, schon bei den Landesmeisterschaften nicht nur um Sieg und Platz zu kämpfen, sondern dies auch noch mit einer hochwertigen Leistung zu erledigen.

Die Aufgabe wurde am Wochenende mit Bravour erledigt. Praktisch der gesamte in Frage kommende Kader konnte die Fahrkarte nach Karlsruhe schon lösen. Einige wollen nun sogar auf der Nebenstrecke Norm Nummer zwei liefern, was vor allem bei den Läufer/Innen interessante Einblicke in deren Ausdauer bzw. bereits vorhandene Schnelligkeit in der Unterdistanz offenbart. Den Frontleuten Michelle Weitzel, Corinna Harrer, Florian Orth, Philipp Pflieger und Julian Flügel, alle beim ersten Auftritt in der Halle nach meinen Eindrücken noch ein wenig verunsichert, möchte ich folgende Worte über Kitzbühel-Legende Didier Cuche auf den Weg geben: „Er beschäftigt sich nicht mit Dingen, die er nicht beeinflussen kann. Das ist auch seine große Stärke: da zu sein, wenn es darauf ankommt. Er hat immer härter gearbeitet als alle anderen …“

Deshalb sollten alle Topleute derzeit noch etwas Geduld haben. Wir haben noch nicht einmal das Ende des Januars erreicht. Die großen Dinge stehen im Sommer an. Zu zeigen, wie kräftig man jetzt schon ist, ist eine Sache, im Sommer genügend Kraft für eine in solcher Form noch nie dagewesene Saison eine andere. Geduld war noch nie eine hervorstechende Eigenschaft von Leistungssportlern. Da machen auch jene von der LG Telis Finanz keine Ausnahme. Ungeduld aber erzeugt Fehler. Dies kann man angesichts der Schiffskatastrophe der letzten Woche an einem ganz einfachen Beispiel erklären. Auf die Frage: Was würdest Du machen, wenn Du bei einem Schiffsunglück ins eiskalte Wasser fallen würdest, um zu überleben? Die meisten antworten darauf spontan: „Ich würde möglichst angeregt schwimmen, damit mir warm wird. Die beste Methode ist aber sich möglichst wenig zu bewegen, um möglichst wenig Energie zu verschwenden.

 So wünsche ich denn allen unseren Athleten/Innen die nötige Geduld, warten zu können, bis der Moment gekommen, zuschlagen zu müssen. Das schließt allerdings nicht aus, bis dorthin im Verborgenen vielleicht härter zu arbeiten als alle Gegner/Innen. Härter aber auch nicht in dem Sinne, dass man jeden Tag sein letztes gibt. Dosiert hart mit günstigsten Reizen für die Leistungsentwicklung ist gefragt, was nicht immer Sache der Athleten/Innen ist. Doch dafür haben sie ihre Trainer/Innen, die bei der LG Telis Finanz schon wissen was sie tun. Die Erfolge der letzten Jahre waren kein Selbstläufer, sie wurden klug und intelligent erarbeitet.

Kurt Ring
Teamchef der LG Telis Finanz