Der PR-Abteilung des DLV vergisst seine eigenen "Kinder"

Regensburg, 1. Februar 2012 (orv) - In Glasgow fand am letzten Samstag ein Hallen-Länderkampf statt. Mit am Start waren Teams vom Gastgeber Großbritannien, den Leichtathletik-Großmächten Russland und USA, ein Commonwealth-Team und eben Deutschland, hier sogar als Titelverteidiger. Die Halle brodelte in Glasgow, vor allem dann, wenn Britanniens Lauf-Heroen an der Startlinie standen. Das Ganze wurde live bei BBC übertragen. In Deutschland herrschte dagegen Funkstille. Nicht einmal die Live-Ergebnisse der britischen Kollegen erschienen zeitnah auf leichtathletik.de. Tags darauf wollte unsere regionale Zeitung, die "Mittelbayerische" auf Grund von Corinna Harrers gutem Rennen ein Bild der Regensburgerin abrufen - wieder herrschte Funkstille.

Am Mittwoch erscheint Leichtathletik-Magazin, jenes stets aktuelle Print-Medium im engen Verbund mit dem DLV. Immerhin, in der Randrubrik "Schneller, höher, weiter - Aktuelle Wettkämpfe in Namen und Zahlen" kann man man jene dürre Pressemitteilung mit Ergebnissen nachlesen, die eh schon jeder im Netz entdeckt hat. Kein Hintergrund, keine Interviews und abermals keine Fotos ...dafür der absolute Reißer "Hundert Jahre Zehnkampf" auf einer ganzen Seite und der beschämende Aufmacher, warum zwei Weltklasse-Geherinnen keinen Titel ausgehen können. Wohlgemerkt, nur die Stimmung der Siegerin - nicht die Stellungnahme des Verbandes zum Dilemma. Immerhin etwas. Der Wintersport lässt grüßen: Übertragungen ohne Ende, bis die Glotze platzt. Die wissen anscheinend, wie's geht ...