Im Ziel ist für die Regensburgerin längst nicht alles klar. Am Ende reicht es fürs Halbfinale – und der Trainer in London und die Fans in Regensburg feiern.

London, 6. August 2012 (mittelbayerische.de) - 1500 Meter sind eine Sache von rund vier Minuten. Normalerweise. Nicht für Corinna Harrer, nicht bei Olympischn Spielen. 35 Minuten, nachdem sie gestartet war, brandete der befreiende Jubel auf im „10 Reasons“, jenem Lokal in Regensburg, in das LG-Präsident Norbert Lieske die Leichtathletik-Fans des Vereins zum Public Viewing gerufen hatte. Dort, wo sonst meist Fußball läuft, zitterten Zwillingsschwester Carina, Mutter Roswitha und Vater Raimund genauso wie Harrer-Trainer Kurt Ring vor Ort im Olympiastadion erst exakt 4:07,83 Minuten, bis die 21-Jährige im Ziel war, dann bis zum Ende des dritten Vorlaufs – und noch lange, bange Minuten darüber hinaus. Die Reaktionen in Regensburg und London deckten sich. „Beim zweiten Vorlauf habe ich nach zwei Runden super hineingerufen“, erklärt Ring der MZ am Telefon. „Beim dritten dann, sie sollen langsamer machen.“ Als Corinna Harrer über die Ziellinie gekommen war, wirkte sie angestrengter denn je zuvor, ja enttäuscht. „Sie ist es eben nicht gewohnt, Zehnte zu werden“, sagte Ring. Die direkte Qualifikation war verpasst, dass die Regensburgerin eine der sechs Zeitschnellsten sein könnte, schien nicht zur Debatte zu stehen – zunächst einmal. Hier geht's weiter auf mittelbayerische.de ...