Bayerns Leichtathleten kommen selten oben an

München, 1. Januar 2008 (blv-online) – Bei der Jugend hui, im Erwachsenenbereich nicht gerade pfui, aber doch in keinerlei Verhältnis zur herausragenden Nachwuchsarbeit stehend. So präsentiert sich Bayerns Leichathletik am Ende des Jahres 2008. Das beinahe schon chronische Problem des BLV: Auf dem Weg von der Jugend- und Juniorenklasse in den Erwachsenen-Bereich bleiben seine vielen Talente leider allzu häufig auf Strecke. Kein Athlet aus dem Freistaat gehört dem aktuellen A-Kader des DLV an. Die internationalen Akzente setzen „Zuagroaste“ wie Stabhochspringer Tim Lobinger. Trotz zweier Olympiateilnehmer (Lobinger und Verena Sailer) spiegelt sich die ernüchternde Realität aus bayerischer Sicht bei einem Blick auf die Bestenlisten der Männer und Frauen des Deutschen Leichtathletikverbandes wider. Einzig Verena Sailer ergatterte sich über 100 Meter mit 11,28 Sekunden eine nationale Poll-Position, startet aber im neuen Jahr, wie hinlänglich bekannt, nicht mehr für die LAC Quelle Fürth/München sondern für die MTG Mannheim (Baden-Württemberg). Bis auf die ersten Plätze der Marathon-Mannschaft der LG Stadtwerke München (Neuschwander, Green, Feiler) und des 100-Kilometer-Teams des TV Jahn Kempten (Dippacher, Dr. Miksch, Blumrich) bei den Männern sowie der Halbmarathon-„Frauschaft“ der LG Telis Finanz Regensburg (Ulrich, Hohenester, Hirt) gibt es zwar noch eine Reihe guter Platzierungen, aber keine einzige Einzel-Spitzenposition. Aller Ehren wert sind die Leistungen von Veronika Ulrich (LG Telis Finanz Regensburg). Mit immerhin schon 40 Jahren schaffte die "große alte Dame des bayerischen Laufsports" (was keineswegs despektierlich gemeint ist!) über die Halbmarathon-Distanz die zehnbeste Zeit (1:16:50 Minuten). Doch damit nicht genug: Über 3000 Meter steht Ulrich auf Position 14 (9:38,96 Minuten) und über 5000 Meter auf Rang 13 (16:52,69 Minuten). Davor muss man in jeder Hinsicht den Hut ziehen! Hier geht's weiter auf den Seiten des BLV ...