Kooperationsvereinbarung zwischen örtlichem OSP und LG Telis Finanz

Regensburg, 31.01.2009 (mz/orv) - „Dieses Engagement bringt den Sport-Standort Regensburg im Leistungsbereich deutlich voran", sagte Bernhard Plutz. Das Lob des Sportamts-Leiters gilt einer Kooperation der LG Telis Finanz mit dem Regensburger Rückenzentrum (RFZ). Am Olympiastützpunkt im Gewerbepark profitieren die LG-Leichtathleten künftig noch mehr von der „Rundumbetreuung", die das RFZ anbiete, wie der medizinische Leiter Dr. Frank Möckel sagte. Philipp Weishaupt, der Geschäftsführer des Rückenzentrums und Leiter des Olympiastützpunkts, skizzierte den Umfang des Sponsorings so: Auch „Athleten, die nicht mehr oder noch nicht im Bundeskader stehen, aber eine vielversprechende Zukunft haben", bekämen nun die Förderung, die Bundeskader-Athleten genießen — sowohl im Bereich Physiotherapie als auch in der Trainingssteu¬erung. Das RFZ lässt sich die Unterstützung jährlich „einen fünfstelligen Betrag" (Weishaupt) kosten. Die Zusammenarbeit wurde am Freitag in den Räumen des LG-Hauptsponsors Telis Finanz offiziell präsentiert.

„Damit wird eine Lücke geschlossen. So können wir unsere Talente optimal fördern", sagte Kurt Ring, der sportliche Leiter der LG. Das Spon¬soring des RFZ helfe den Athleten in einer „Phase, in der sie diese Unterstützung brauchen". Corinna Harrer beispielweise, jüngst zur Regensburger Nachwuchssportlerin des Jahres gekürt, wäre nach den Worten Rings ohne die Arbeit im RFZ „nie so schnell nach oben gekommen". Und in der Tat, auffalend ist, dass die von Anfang an im Regensburger „Nest“ großgewordenen Leichtathletik-Nachwuchstalente weit weniger verletzungsanfällig sind als jene, die aus studientechnischen Gründen erst später zum Erfolgsteam dazustoßen.

Dabei fallen die Athleten/Innen im Alltagsgeschäft des RFZ nur dann auf, wenn sie wieder einmal „miese“ Witterungsverhältnisse und die damit verbundenen eisigen Zeiten auf den Haupttrainingsstrecken mit Einheiten auf dem Laufband tauschen. Nicht selten erzeugen die dabei gelaufenen Geschwindigkeiten bei den ebenfalls anwesenden Reha-Patienten für bewundernde Blicke und so manch ungläubige Nachfrage, wie lang man denn so schnell überhaupt laufen könne. Für Susi Lutz, eines der Telis-Sternchen, haben die direkt nebeneinanderstehenden Hochleistungslaufbänder noch eine ganz spezielle Bedeutung. „Endlich kann ich mit meinem Freund (Anmerkung: gemeint ist B-Kader-Athlet Philipp Pflieger) eine gemeinsame Einheit durchführen, ohne dass er mich durch die Gegend hetzt.“ Die individuell abstimmbare Geschwindigkeit der Bänder macht es möglich.

Ansonsten läuft die Betreuung der bis zu zehn hoffnungsvollen Telis-Talente eher im Hintergrund ab. Dr. Möckel achtet akribisch auf die Gesundheit der Athleten/Innen, eine dreimalige sportärztliche Untersuchung pro Jahr ist Usus und Philipp Weishaupt stimmt mit den Sportlern haargenau das jeweils richtige Kraftpaket ab, das ebenfalls im Institut an den verschiedenen Geräten abgearbeitet wird. Ganz zu schweigen von der umfangreichen Arbeit auf der Therapiebank. Da haben bei den Unwägbarkeiten der Natur die RFZ-Physios alle Hände voll zu tun, um die oft arg ramponierten Glieder wieder in Schwung zu bringen. „Wir können da immer nur wieder danke sagen“, schließt sich ein sichtlich zufriedner Telis-Teamchef den Worten des Sportamtleiters an.