Telis-Quartett will bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig punkten

Pamela SpindlerRegensburg, 17. Februar 2009 (orv) – Ein Telis-Quartett will bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig auch ohne spezielle Indoorvorbereitung ein wenig nationale Höhenluft schnuppern. Dreispringer Ziegler hat mit Gold bei der Jugend schon mal vorgelegt, jetzt will er auch bei den Männern Edelmetall anvisieren. Mit dabei auch Hürdensprinterin Pamela Spindler und die beiden Mittelstrecklerinnen Christiane Danner und Corinna Harrer. Die drei Langstreckler Veronika Ulrich, Susi Lutz und Philipp Pflieger sind noch nicht so weit und suchen ihre Form erst einmal bei den ab Anfang März anstehenden Cross-Wettbewerben.

Ziele hat der Regensburger Gymnasiast, am letzten Sonntag immerhin mit 15,72 Dreisprung-Hallenjugendmeister geworden, zuhauf. 16 Meter will er springen und das möglichst schon in Leipzig und natürlich auch bei den Männern auf’s Stockerl, was im Dreisprung derzeit in Deutschland gar nicht so schwer sein sollte. Doch die Herren Friedek und Kohle werden den Weg zu Gold oder Silber fast unmöglich machen, nicht so Andreas Pohle, ehedem auch einer mit 16er-Erfahrungen, der jedoch heuer noch bei 15,53 herumdümpelt. Vielleicht reicht dann schon mal eine Neubrandenburger Weite für einen Edelmetallbehang.

Pamela Spindler hat in diesem Winter die Leichtigkeit des Hürdenflitzens in Erfahrung gebracht. Mit konstanten Steigerungen hat sie sich bis auf eine 8,32 vorgearbeitet. Der sonst immer gerade noch erreichte Finalplatz sollte somit zur Pflicht werden und die 84 Zentimeter hohen Hindernisse haben schon manch Schnelle aus dem Tritt gebracht. Jedenfalls ist auch sie eine, die an einem guten Tag mehr als nur die Endlaufteilnahme in Händen halten könnte. Außer Carolin Nytra und Nadine Hildebrand sind alle im Bereich ihres derzeitigen Leistungsvermögens.

Jung, schnell und dynamisch will Jugendmeisterin Corinna Harrer, immer noch in Deutschland die U20-1500 m Bestenliste anführend, ihre Operation „Neuland 1500 m“ angehen. Das Knifflige für sie wird ganz einfach sein, eingangs der letzten Vorlaufrunden dabei zu sein, wenn es um die begehrten großen „Q“ für Endlaufteilnahme geht. Und da hat die Kleine noch erheblichen Nachholbedarf. Zwei Läufe wären schön, eine Zeit unter 4:30 auch, schau’n mer mal …wer da wo Lehrgeld zahlt. Dies gilt auch für Teamkollegin Christiane Danner auf der gleichen Distanz. Beide haben derzeit miteinander erst die Erfahrung von sechs bis sieben Rennen auf der schwersten aller Mittelstrecken. Aber wer im Sommer auf den fast vier Runden erfolgreich sein will, muss sich auch mal ans Geschubse und Geschiebe von taktischen Rennen in der Halle gewöhnen. Bevor es für beide wieder ins schwere Geläuf geht, steht also die Herauforderung auf dem 200er Oval an.