Er meinte die Wirtschaft – aber sicher auch sein Kerngeschäft den Sport

Herzogenaurach, 10. Februar 2009 (ausschnittweise "Bild") - In BILD vom 10.2.2009 schreibt Adidas-Chef Herbert Hainer einen Kommentar zur aktuellen Wirtschaftskrise und weil man beim lesen zu der Überzeugung kommt, dass er auch den Sport gemeint haben muss, womit er als Wirtschaftsmanager ja sein Geld verdient, möchten wir ihnen diesen Beitrag auszugsweise nicht vorenthalten: „Wir befinden uns jetzt in der Phase drei der Finanz- und Wirtschaftskrise: Aufbruch und Kampf. Wir brechen auf und kämpfen darum, dass es uns nach der Krise besser geht. Ich habe keinen Zweifel, dass wir diesen Kampf gewinnen. Krisen zwingen uns zum Klarwerden und zum Besserwerden. Keiner käme auf die Idee, nach einer Krise einfach so weiter zu machen wie zuvor. Krisen beinhalten immer auch Chancen.“

„Ich möchte keinen gedopten Bodybuilder-Staat, der zwar stark und kräftig ist, dem aber sofort die Puste ausgeht. Ich möchte einen athletischen Staat, der durch gutes Training muskulös und ausdauerstark ist.

Um dauerhaft Spitze zu sein, hilft kein Stückwerk, sondern ein Bildungswerk. Bildung ist Volkseigentum, weil jeder von dem Können des anderen profitiert.

Ich bin der festen Überzeugung dass die Moral der Menschen in weniger guten Zeiten maßgeblich abhängig ist von der Elite eines Landes. Ein Staat ohne Führung, Visionen und Perspektiven produziert Egoismus und Pessimismus. Ein Staat ohne Navigation versinkt im Mittelmaß. Eine Regierung ohne Orientierung kann auch ihren Bürgern keine Orientierung geben. Und dann tappt er in die nächste, die Vertrauenskrise.

Wenn wir jetzt hart an uns arbeiten werden wir diese Krise gemeinsam meistern und Deutschland besser machen als es ohnehin schon ist. Solche gute Aussichten sollten uns Mut machen“.