Corinna Harrer und Philipp Pflieger einfach Klasse - Veronika Ulrich und Hans Hopfner mit Senioren-Gold

Corinna HarrerIngolstadt, 14. März 2009 (orv) – Eine ganz starke Leistung boten Regensburg Crossspezialisten bei der DM in Ingolstadt. Corinna Harrer holte bei der weiblichen Jugend A überlegen Gold und legte damit auch den Grundstock für Telis-Sieg Nummer 2 in der Mannschaftswertung. Philipp Pflieger brachte bei den Junioren den EM-Vierten Alexander Hahn (Bayer Leverkusen) an den Rand einer Niederlage und freute sich anschließend auch noch über Gold in der Teamwertung. Die beiden Oldies Hans Hopfner (M50/LLC Marathon) und Veronika Ulrich (W40/LG Telis Finanz) siegten nach Belieben, die Seniorinnen des LLC lagen am Ende einen Punkt vor der LG Telis Finanz ebenfalls auf Gold-Kurs. Mit etwas mehr Fortune in den Mannschaftswertungen der Frauen und Juniorinnen (jeweils 2. mit einem bezw. zwei Punkten Rückstand auf die Ersten) hätte die LG Telis bis zu acht Titel einfahren können, avancierte aber auch so zu einem der erfolgsreichsten Teams der Meisterschaften. Auf allen drei Hauptstrecken setzten sich mit Sabrina Mockenhaupt (Köln), Arne Gabius (LAV Tübingen/Männer-Lang) und Wolfram Müller (asics Pirna/ Männer Mittelstrecke) die Favoriten durch.

Philipp Pflieger (ganz links) in Lauerstellung

„Das war eine ganz starke Vorstellung unseres im Winter so gebeutelten Laufteams. Mit den Einzelplatzierungen eins, zwei, vier, sieben und acht für Corinna Harrer, Philipp Pflieger, Susi Lutz (U23), Julia Kick (U20) und Christiane Danner (U23) rechnete im Vorfeld keiner. Alle Teams waren zudem einfach Klasse", so der über beide Ohren grinsende Telis-Teamchef Kurt Ring zum Telis-Gesamtresumee. Und in der Tat, die Mannschaftsergebnisse waren beindruckend. Den Anfang machte die wJA, bei der die noch der B-Jugend angehörende Theresa Piendl als vorzügliche 16. den Goldsack souverän zumachte. Die Fortsetzung bei den Junioren glänzte ebenfalls mit der besten Farbe:dafür verantwortlich der auf 28 einkommende Jonas Zweck und der heuschnupfengeplagte Sebastian Zundler. Viel Telis- Pech dann beim gemeinsamen Lauf der Frauen/Seniorinnen/Juniorinnen. Dem Frauenteam fehlte in der Besetzung Veronika Ulrich (10.), Susi Lutz (14.) und Christiane Danner (23.) am Ende zwei winzige Zähler auf die Überraschungsmeisterinnen von der LG ASV/DSHS Köln, den Juniorinnen mit Susi Lutz (4.), Christiane Danner (8.) und der stark laufenden Judith Lutz (16.) ein kleiner Punkt hinter Kassel aber vor den favorisierten Damen des LAC Quelle Fürth/München und die Telis-Seniorinnen mit Veronika Ulrich, Melanie Hohenester (7./W35) und Rieke Mayer-Tancic (6./W40) lagen am Ende einen Zähler hinter den LLC-lerinnen mit Barbara Stich (3./W40), Astrid Zunner-Ferstl (3./W35) und Birgit Hierl (5./W40). Erwähnenswert noch die Ehrenplätze der beiden Telis-Mannschaften der Frauen (2.Team) als Achte mit der sehr gut debütierenden Steffi Volke, Katharina Zeitler und Judith Lutz, sowie der 6.Platz der LG-Herren mit Dominik Wagner, Max Meingast und René Manthee.

Sabrina Mockenhaupt, die absolute Nummer einsWas Corinna Harrer in Ingolstadt zeigte, war schon vom Feinsten. Schon nach zweihundert Metern setzte sie sich rotzfrech im Stile der großen Mocki vom übrigen Feld ab, kontrollierte souverän in Runde zwei Tempo und Vorsprung und legte in Runde drei noch eine Schippe drauf. "Wenns am ersten Kilometer gut läuft, ziehe ich das Ding alleine durch", so ihr nach dem Rennen preisgegebenes Renngeheimnis. Dahinter kämpfte Julia Kick verbissen um ihren einstelligen Einzelplatz und auch die noch blutjunge Thresa Piendl kannte im Feld der weitaus Jüngeren keinen Respekt. "Nach der vierten (von sieben zu laufenden) Runden bin ich auf Anschlag gelaufen", so der nach ganz kurzer Vorbereitungszeit wie Phönix aus der Asche nach vorne stürmende Philipp Pflieger. Als der haushohe Favorit Alexander Hahn Mitte der letzten Runde mit Vorsprung von fast zwanzig Metern alles klar zu machen schien, hatte er fast die Rechnung ohne Philipp Pflieger gemacht. Der setzte auf den letzten dreihundert Metern zum ganz großen Endspurt an, flog an den Leverkusener heran. Der Lauf hätte keine zehn Meter mehr weitergehen dürfen und er wäre auch noch vorbeigelaufen. Im wohl stärksten Frauenfeld der letzten 15 Jahre hielten sich die beiden Telis-Frontläuferinnen Veronika Ulrich und Susi Lutz mehr als achtbar. Erstere als Gesamtzehnte noch vor der Mitfavoritin Julia Viellehner, letztere knapp dahinter - beide noch lange nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Die Dritte im Telis-Bunde, Christiane Danner kämpfte als gelernte 800 m-Läuferin dahinter auf der für sie viel zu langen 5 km-Distanz wie ein Löwe um jeden Meter.