Der Regensburger Leichtathletik-Nachwuchs sprengt bei der Sparkassen Gala auch eigene Grenzen

stelkens_gala09_lutzfotoRegensburg, 9. Juni 2009 (orv) - Sie schufteten von Freitag bis spät in den Sonntagabend wie die Besessenen, damit die Stars der Sparkassen Gala auch ins rechte Licht gerückt werden konnten. Ihre eigenen sportlichen Ziele mussten sie an diesem Wochenende hintan stellen. Lediglich die Stunde vor ihrem Start im Vorprogramm gehörte ihnen, reichlich wenig für neue Bestleistungen. Und dennoch schafften sie es immer wieder, genau an diesem Regensburger Gala-Tag über sich hinauszuwachsen. Die Rede ist vom Telis-Nachwuchs, der auch in diesem Jahr bei der Gala für viel Erfreuliches sorgte.

liedljohannes_gala09_lutzfotoMüde aber völlig entrückt streckte Junior Johannes Graf nach seiner Stadionrunde die Arme in die Höhe. Er hatte soeben vom Coach erfahren, dass er seine bisherige Bestzeit von 49,95 mit einer 49,13 geradezu pulverisiert hatte. Nach überstandenen Abitur nun also die kaum für möglich gehaltene Quali für die Deutschen Juniorenmeisterschaften. Wie ein Berserker biss sich der Jugendliche Dominik Jakob im Endspurt des B-Laufes bis an die Spitze. Nach zwei vergeblichen Anläufen, unter den für die Deutschen Jugendmeisterschaften nötigen 1:56,70 zu bleiben, stand nun eine 1:55,65 auf der Großbildanzeige. Auch sein Trainingskumpel Stephan Werner ließ sich nicht lumpen. Die Frage nach seiner Leistung konnte er mit „Bestzeit 1:57,30“ beantworten. Eine Runde weniger bis ins Ziel brauchte der B-Jugendliche Lukas Zweck zu laufen. Dies tat er mit 51,17 erheblich schneller als sonst, was ihm nun auch „flach“ wie schon bei den Langhürden die Möglichkeit gibt, bei den „Deutschen“ dabei zu sein. Sein Bruder Jonas, heuer schon in der U23 startend, lieferte über 1500 m eine ganz vorzügliche 3:53,97 ab, stürmte im letzten Moment auch noch am höher eingeschätzten und ein Jahr älteren Teamkollegen Sebastian Zundler (3:54,08) vorbei und darf sich nun bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Göttingen genauso wie Zundler an die Startlinie stellen.

Das hatte 400 m Läuferin Vera Stelkens für alle Deutschen Meisterschaften schon in Schwandorf abgehakt. Die bei der Gala abgelieferten 55,38 waren dennoch wieder eine feine Nummer. Erneut noch vergeblich kämpfte Stabifrau Elena Horn gegen die DM-Norm (4,00) an. Die 3,90 waren dennoch ein deutlicher Fortschritt, nun soll es kommende Woche in Gräfelfing klappen. Bestzeiten konnten Phillipp Sellack über 100 m mit 10,97 – damit erstmals unter elf Sekunden -, der Jugendliche Johannes Liedl (1500 m/4:12,12), Max Meingast über die 3000 m (8:45,59), der noch B-Jugendliche 200 m Sprinter Kevin Urbanek (22,88) und der Schüler Johannes Donhauser (1000 m/2:53,42) vermelden. Erstaunlich auch die Steigerung der erst 17-jährigen Maximiliane Fleischer im Weitsprung mit sehr guten 5,50.

Last but noch least der formidable Doppelpack von Nesthäkchen Anna Lotter (W14). Seit Samstagmittag immer im Schlepptau des hart arbeitenden Vaters Andreas durfte sie über 100 m und im Weitsprung ran. Herausgekommen sind zwei Premieren: Erstmals unter 13 Sekunden (12,89) und erstmals über die fünf Meter (5,11).