Martin Neumann von der Zeitschrift Leichtathletik glänzt beim Leitartikel über den Regensburger livestream mit schlampiger Recherche

Regensburg, 10. Juni 2009 (orv) –  „Schätzungsweise einige Hundert Leichtathletik-Fans in Deutschland wollten den Sonntag nutzen, um erstmals ein Sportfest der German Meetings live im Internet zu verfolgen“, so die ersten Zeilen von Martin Neumann im Leitartikel der Fachzeitschrift Leichtathletik, erschienen am darauffolgenden Mittwoch der Sparkassen Gala. Damit lag der Redakteur aus Köln kräftig daneben. Hätte er nur mal bei den Regensburgern angerufen. Dort liegen die Besucherzahlen inzwischen vor. Zu Beginn des Gala-Programms griffen über leichtathletik.de und sparkassen-gala.de Leichtathletik-Interessierte rund zehn Tausend mal zu. Eine stattliche Zahl für den Anfang, wenn man bedenkt, dass Regensburg an diesem 7. Juni nicht unbedingt der Nabel der Leichtathletik-Welt war. Es wurden 10.361 eindeutige Besucher und 20.874 Seitenaufrufe alleine auf den Live-Stream verzeichnet. Die Zugriffe stammten aus 41 Ländern dieser Welt und von 45 verschiedenen Webseiten wurde auf den Live-Stream verlinkt.

Im Weiteren singt Martin Neumann ein Loblied auf die „alten“ Medien, verständlich aus seiner Sicht auch über die Vorteile der Printpresse. „So erreicht eine Fernsehübertragung ein Vielfaches der Internet-Zuschauer, was wiederum Sponsoren anzieht. Die TV-Technik mit Dutzenden Kameras, Zeitlupen, grafischen Aufbereitungen, sowie Einspielfilmen sind ohnehin nicht kopierbar“. Hätte er nur mal genau hingesehen. Im Übrigen könnte er es immer noch. Die emsigen Kerles von leichtathletik.de und der LG Telis Finanz, zwei computerbegeisterte Jungs um die Zwanzig, stellen nach und nach die Disziplin-Videos von der Veranstaltung ins Netz. Schon bei der Betrachtung der laufenden Bilder während der Veranstaltung auf den vier großen Flatscreens im VIP-Zelt, kamen alle objektiven Betrachter aus der Leichtathletik-Szene nur zu einem Urteil: „Donnerwetter absolut professionell“. Da brauchte es eigentlich gar nicht mehr die absolut positive Anerkennung des Sportredakteurs des Bayerischen Fernsehens Tobias Barnasoi, ebenso mit einer Aufzeichnung vor Ort. „Das hätten wir nicht besser machen können“, so sein Urteil zur ausgezeichneten Produktion von TV aktuell Ostbayern mit Ü-Wagen, vier Kameras, Moderator Matthias Walk an der Spitze und das sonst üblichen Inventar. Die Bilder ließen keine Wünsche offen. Großbildaufnahmen der Athleten/Innen, fachkundige Interviews durch leichtathletik.de-Moderatorin Dorothee von Winning, die fachfundierte Co-Kommentatorin Alexandra Neuhaus von leichtathletik.de, Zeitlupeneinspielungen, Bildschirmgraphik von seltec mit mitlaufender Zeit, Ergebnissen, Athletenvorstellungen und Startaufstellungen waren durchaus vergleichbar mit den Fernsehbildern der großen TV-Sender.
Auf das Einspielen der Personality-Shows einiger Stars kann man als echter Leichtathletik-Fan eh verzichten. Das Betrachten der B-Läufe ist dem Sport entsprechender. Wohltuend die Tatsache, dass die Kamera eben nicht nur nach dem Zieleinlauf auf dem Sieger blieb, sondern auch noch die Ankunft aller Weiteren mit den Positionskämpfen auf der Zielgeraden zeigte. Wer wie Leichtathletik selbst im Glashaus sitzt, sollte auf andere nicht mit Steinen werfen. Wie meinte doch Martin Neumann in seinem Leitartikel: „Die Print-Titel punkten mit verstärkter Hintergrund-Berichterstattung, sie wählen Nachrichten aus …“. Meist sind das seine Zeitschrift betreffend eins zu eins Übernahmen von leichtathletik.de, die schon Tage vorher auf den Internet-Portal zu lesen waren und das gilt leider auch für den einen oder anderen Hintergrundbericht.

Mit einem hatte der Leichtathletik-Redakteur natürlich recht. Die Bilder stockten. „Für die Behebung jener technischen Mängel haben wir bereits in Zusammenarbeit mit TV aktuell alles Erdenkliche in die Wege geleitet. Wir arbeiten schon am nächsten Jahr und lassen uns nicht entmutigen“, so Meeting-Direktor Kurt Ring zur Sachlage.