Carolin Pilawa macht der wesentlich jüngeren Corinna Harrer die Pace und setzt Zeichen

pilawakaroline1Regensburg, 11. Juni 2009 (orv) – Es ist nicht alltäglich in der deutschen Läuferszene, dass eine Athletin ihrer unmittelbaren Konkurrentin die Pace macht. „Hase“ nennt man dies in der Umgangssprache, im Falle Pilawa ist der Begriff „Häsin“ angebrachter. Carolin Pilawa hat ihren Job beim 800 m Lauf der Sparkassen Gala jedenfalls prächtig gemacht, die Bühne für Lokalmatadorin Corinna Harrer hergerichtet, ihr vielleicht sogar den Weg zur Junioren-EM geebnet.

Nach einigem Hin und Her am Vortag der Gala und vielen Absagen kam das Ja der Fürtherin zum Tempomachen. Das ist bei Betrachtung der besonderen Konkurrenzsituation unter Verzicht auf ihre eigene Rennmöglichkeit kein leichtes Unterfangen und eigentlich in Deutschland die Ausnahme. Carolin Pilawa hat Zeichen gesetzt in die richtige Richtung. Zudem wurde das Unternehmen auch noch erschwert, weil die für die ersten 400 m zuständige Christiane Danner zwar unten am Start stand, aber wegen eines Missverständnis des Wettkampfbüros mit dem dafür verantwortlichen Meetingdirektor plötzlich nicht auf der Liste stand. Der hatte gedacht, dass die nach dem 1500 m Rennen völlig „blaue“ Läuferin schlicht und einfach nicht in der Lage sei, auch nur noch eine Runde zu laufen.

Carolin Pilawa wurde von dieser Sachlage völlig überrascht, reagierte verständlicherweise mit etwas Unverständnis, lief aber dann mit Herzblut und viel Sachverstand. Deshalb auch der zutiefst ehrliche Dank des Läuferinnenumfelds Harrer an ihre Adresse. „Liebe Carolin, bei Bedarf werden wir auch dich zur Bestzeit ziehen“.