Pamela Spindler läuft Hürdenbestzeit / Corinna Harrer mit 55,45 über 400 m zufrieden

zieglermanuel2_sad09_kiefnerfotoMannheim, 14. Juni 2009 (orv) – Der EM-Traum ist für Manuel Ziegler und Amelie Garatva trotz der Ergebnisse bei der DLV Junioren Gala in Mannheim noch nicht ausgeträumt: Die Stabhochsprunghoffnunf der LG Telis Finanz schwang sich zwar im MTG-Stadion über 4,10 und damit fünf Zentimeter höher als die für Novi Sad verlangten 4,05, musste aber an diesem Tage zur Kenntnis nehmen, dass gleich vier deutsche Mädels besser waren als sie. Dem Telis-Nachwuchs-Dreispringer kann national derzeit niemand das Wasser reichen, für Serbien waren die 15,48 bei seiner diesjährigen Dreisprungpremiere aber noch 12 Zentimeter zu wenig. Corinna Harrer bestritt ein Unterdistanzrennen über 400 m und war mit ihren 55,45 durchaus zufrieden. In ihren Spezialdisziplinen 800 m und 1500 m steht sie auch nach den Quali-Rennen in Mannheim an erster Stelle in der deutschen Bestenliste. Bei einem Einlagerennen über die 100 m Hürden steigerte Pamela Spindler (LG Telis Finanz) ihre persönliche Bestleistung auf 13,53 Sekunden.

garatva_bischofshofspringen09_lutzfoto„Jetzt kann ich zufrieden nach Hause fahren“, so Garatva-Trainer Marian Spyra nach glatt übersprungenen 4,10 seines Schützlings. Vorher aber zeigte sich die eine oder andere Sorgenfalte ob der Anfangsschwierigkeiten der Regensburgerin. Für die Junioren-EM in Novi Sad wird’s allerdings eng. Da müsste Amelie Garatva in vierzehn Tagen bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Göttingen schon 4,20 anbieten und unter den besten drei U20-Mädels landen.

„Zahlen kann man eben nicht springen, Manuel ist glänzend drauf“, so ein grübelnder Trainervater Manftred Ziegler zum Abschneiden seines tief enttäuschten Sohnes in Mannheim. Indes ist seine Situation etwas komfortabler. Mit seinen 15,48 ziert er die 9. Stelle in der europäischen U20-Bestenliste und in Göttingen sollte noch einiges möglich sein. Nach den Statuten des DLV sind übrigens auch EM-Nominierungen ohne erfüllter Normleistung möglich, wenn betreffender Sportler unter den Top-12 des aktuellen Rankings zu finden ist.

Corinna Harrers Augenmerk galt in Mannheim weniger ihrem Rennen, als vielmehr der Frage, was ihre nationalen Gegnerinnen über 800 m und 1500 m machen. Die waren zwar gut, aber nicht schnell genug, um die Regensburgerin aus ihren beiden Polepositionen in Deutschland zu verdrängen. In Göttingen wird sie nun die Novi Sad-Wunschstrecke 800 m angehen. Die 2:03 hat sie dabei immer im Hinterkopf.