Die Oberpfalzmeisterschaften sind längst nicht mehr das, was sie einmal waren

graf_gala08_lutz-foto-kleinRegensburg, 20. Juni 2009 (orv) – Leichtathletik „all inclusiv“ so stellten sich die diesjährigen Oberpfalzmeisterschaften im Städtischen Stadion am Weinweg dar. Dabei hatte der ausrichtige SWC 46 Regensburg liebevoll angerichtet für den Rest an Athleten/Innen, die sich auf Bezirksebene noch messen wollen. Nirgendwo anders wird das Schwarz-Weiß-Bild der olympischen Kernsportart Nummer eins so deutlich wie auf solchen Veranstaltungen. Hier die derzeit bärenstarke Regensburger Leichtathletik, die aus verständlichen Terminzwängen mit Abwesenheit glänzte, dort die aus allen Altersklassen zusammengewürfelte Restschar der Übrigen. Die gar nicht mal so geringen guten Leistungen fielen da fast zu wenig auf: Der Kötztinger Hochspringer Christoph Irlbeck schwang sich über respektable 2,08, die noch jugendliche Langhürdlerin Julia Liedl (LG Telis Finanz) lieferte über 400 m Hürden feine 63,47 ab und die wenigen aber spannenden Sprintduelle sorgten immer wieder mal für Highlights.

Dabei konnte über 200 m der Burglengenfelder Michael Wein in 22,48 den in diesem Jahr stark nach vorne drückenden Telis-Mittelstreckler Johannes Graf, erstmal mit 22,66 unter 23 Sekunden bleibend, sicher in Schach halten. Bei der 100 m Entscheidung der weiblichen Jugend B musste das Zielfoto herhalten. Gebremst von einer unangenehmen Brise Gegenwind erwies sich Laura Weiß (TV Bad Kötzting) hauchdünn gegenüber der sonstigen Seriensiegerin Luka Krampert (LG Telis Finanz) bei Zeitgleichheit von 12,89 als diesmal Bessere. Über die Hürden wehrte Maximiliane (LG Telis Finanz – 15,61) zäh den Schlussangriff der Schwandorferin Ines Groß ab. Über 4x100 m waren die Jüngsten die Schnellsten: Das Telis-Schülerinnen Quartett Mona Fischer, Anna Lotter, Leonie Wagner und Luka Krampert lief mit 50,60 eine famose Zeit und auch die 26,44 der erst 14-jährigen Anna Lotter (LG Telis) über 200 m können sich sehen lassen. Sebastian Zundler (LG Telis Finanz) wollte eigentlich über 400 m unter 50 Sekunden bleiben, doch auf der äußersten Bahn fehlte dem als Schnellsten gemeldeten Telis-Mittelstreckler die Konkurrenz. 50,61 blieben am Ende auf der Uhr stehen. Genauso illuster wie die Veranstalter mit den 400 m Hürden und fünf Teilnehmer/Innen aus fünf verschiedenen Altersklassen angefangen hatte, genauso kunterbunt ging der vergnügliche Nachmittag zu Ende: Eine 40-Jährige aus Amberg, ein 50-Jähriger aus Schwandorf, eine B-Jugendliche ein Schüler und zwei B-Jugendliche kämpften um die vier zu vergebenden Bezirkstitel über 3000 m. In seinem erst dritten Bahnrennen erwies sich der 16-jährige Jonas Koller (LG Telis Finanz) mit einer erneut famosen Steigerung auf 9:25,15 als Stärkster. Sein Teamkollege Johannes Donhauser steigerte sich auf 10:03,08 und auch die der B-Jugend angehörende Christina Blößl blieb mit 10:51,48 unter elf Minuten.

Wo früher einmal ein Fest der Oberpfälzer Leichtathletik stattfand, muss man jetzt einer eher betrüblichen Wahrheit ins Auge schauen. Die gesamten Ergebnisse werden wir nach zur Verfügungstellung durch den Ausrichter zeitnah nachliefern.