Eine Handvoll Telis-Athleten/Innen wollen bei der Junioren-DM in die Medaillenränge

pflieger_philipp_dlvgala08_foto_gantenberg-fotoRegensburg, 24. Juni 2009 (orv) – Die Telis-Leichtathleten/Innen haben sich inzwischen in Deutschland etabliert. So auch bei den am kommenden Wochenende in Göttingen stattfindenden Deutschen Juniorenmeisterschaften (U23). Gleich 18 Athleten/Innen treten die Reise ins Niedersächsische an, fünf davon mit ernstzunehmenden Medaillenträumen. Über 5000 m führt Himmelsstürmer Philipp Pflieger mit 13:54,39 die Liste an, ebenso an erster Stelle über die 3000 m Hindernis steht Susi Lutz mit ihren 10:02,37, wie auch Dreispringer Manuel Ziegler mit seinen vor einer Woche erzielten 15,52. In Lauerposition sind die beiden Telis-Mittelstrecklerinnen Corinna Harrer über 800 m mit ihren 2:04,14 auf Platz zwei und Christiane Danner über 1500 m mit ihren 4:20,82, in der bereinigten Liste auf Rang drei. Ebenso kräftig mitmischen könnten die beiden Staffeln der LG Telis Finanz über 3x1000 m der Junioren und 4x400 m der Juniorinnen, sofern die Einzelstarts vorher nicht zuviel Substanz gekostet haben werden.

lutzsus2_bremen_dm10tausend09_boydefotoVon Null auf Hundert ist Philipp Pflieger nach seiner sechswöchigen Verletzungspause durchgestartet. Der stets gut gelaunte und redselige Schwabe im Telis-Trikot hat für Göttingen ein ganz klares Ziel ausgemacht: „Ich will zum ersten Mal Deutscher Einzelmeister werden.“ Dem langbeinigen Schlacks aus dem Athletenhaus ist dies auch durchaus zuzutrauen. Susi Lutz hat jene Titelehren bereits heuer über 10.000 m eingeheimst, steht nun vor einer ungleich schwereren Aufgabe, weil man den aktuellen Leistungsstand ihrer ärgsten Gegnerin Julia Börner (LAC Chemnitz) nach einer einjährigen Verletzungspause nicht kennt. Mit ins Rennen wird Teamkollegin Julia Kick gehen, ebenfalls wie Börner mit DLV-Sondergenehmigung ausgestattet, mit Anwartschaft auf einen der vorderen Plätze und mit der letzten Chance für eine immer noch mögliche Qualifikation Richtung Junioren-EM U20 in Novi Sad. Die EM-Norm faktisch schon in der Tasche will Corinna Harrer im Feld der weitaus älteren 800 m Konkurrenz ein wenig „Hecht“ im Karpfenteich spielen, sollte demnach auch bei der Medaillenvergabe nicht unterschätzt werden. „Ich will eine Einzelmedaille bei den Deutschen“, so der dringlichste Wunsch von Christiane Danner. Ist sie in der letzten Runde des 1500 m Laufes an der Spitze dran, wird sie auf Grund ihrer Spurtstärke auch vorne mit eingreifen können. Für Dreispringer Manuel Ziegler gilt in erster Linie: Eine Weite über die 15,60 muss her, da ist die Farbe des Edelmetalls beinahe egal, Hauptsache die Norm für Novi Sad wird eingesackt.

weitzel_gala08_lutz-foto-kleinFür weitere Telis-Athleten/Innen gilt der Ansatz Top-Sechs: Michelle Weitzel ist im Weitsprung so eine und auch Vera Stelkens über die 400 m. Sebastian Zundler und Jonas Zweck träumen zumindest vom 1500 m Finale und auch die beiden Telis-Mittelstrecklerinnen Liesa Gläß und Anna Plinke blinzeln über die gleiche Distanz ein wenig in Richtung Endlauf. Fallen die vier Meter, werden auch die beiden Telis-Stabhochspringerinnen Amelie Garatva und Elena Horn weit vorne mitmischen.

Von solchen Ambitionen sind die beiden DM-Neulinge Johannes Graf (400 m) und Judith Lutz (5000 m) derzeit noch weit entfernt. Hauptsache dabei sein, vielleicht ein wenig schneller als die bisherigen 49,13 bzw. 17:55,60, heißt ihre Devise. Für Julia Liedl ist es auf dieser Ebene über 400 m auch ein Debüt mit Zielrichtung auf die erste 57er-Zeit. In Bestbesetzung wäre das 3x1000 m Staffeltrio der Junioren ein ganz heißer Gold-Kandidat. Mit allen möglichen Endläufen in den Beinen werden Dominik Jakob, Jonas Zweck und Sebastian Zundler es schwer haben, an die 7:22 des Vorjahres, verbunden damals mit einem vierten Platz, zu wiederholen. Noch härter trifft es die Juniorinnen über 4x400 m. Das 1500 m Finale der etatmäßigen Schlussläuferin Christiane Danner ist zehn Minuten vor der Staffelentscheidung und die übrigen drei mischen einzeln auch schon kräftig mit.