Für die fünf EM-Starter letzter großer Test vor Kaunas und Novi Sad

lutzsusi2_koblenz08-lutz-fotoRegensburg, 30. Juni 2009 (orv) – Die Telis-Asse wollen auch bei den Deutschen Leichtathletik Meisterschaften in Ulm punkten. Mit am Start alle fünf Regensburger EM-Starter mit dem letzten Formtest vor ihrem großen kontinentalen Auftritt: Philipp Pflieger (1500 m), Susi Lutz (5000 m), Corinna Harrer (1500 m) und Julia Kick (3x800 m Jugend) werden allerdings ihre Visitenkarte nicht in ihren Paradedisziplinen abgeben. Einzig und allein Manuel Ziegler bleibt dem Dreisprung treu. Weiter gute Endkampf- und Finalchancen besitzen Christiane Danner über 1500 m, Veronika Ulrich über die 5000 m und Hürdensprinterin Pamela Spindler (100 m Hürden).

pfliegerphilipp2_dm-jun09_kiefnerfotoLange hat sie gezögert und sich dann doch nicht für die Hindernisse entschieden. Susi Lutz will ihren Traum von einem Lauf unter zehn Minuten erst in Kaunas wahr machen, der Stadt, in der sie 2005 mit der U-20-EM-Bronzemedaille ihren bisher größten Erfolg gefeiert hat. „Bei einem ungünstigen Rennverlauf kannst du ganz schnell auf Platz sechs oder sieben abrutschen, dennoch sind die 5000 m eine gute Spielwiese. Um noch einmal Renntaktik zu üben“, so der Regensburger Hindernisfloh, der in diesem Jahr einen absolut stabilen Aufwärtstrend in Richtung Saisonhöhepunkt zeigt. Und warum soll’s eigentlich in Ulm nicht auch in Richtung Podestplatz gehen? Auch Veronika Ulrich (LG Telis Finanz) will auf dieser Strecke unbedingt wieder unter die Top-ten.

harrer-corinna-dm-jun-09--lutz-fotoLangstreckler Philipp Pflieger weiß um seine oft labile körperliche Konstitution. Ein weiterer 5000er wäre jetzt vielleicht einer zu viel. Der Start über 1500 m soll nochmals seine Unterdistanzqualitäten verbessern. „Der Endlauf am Sonntag wäre schon schön, ist aber absolut kein Muss“, so der immer optimistische Schlacks aus dem Athletenhaus.
Bei ihrem Tanz durch alle Disziplinen ist Corinna Harrer nun bei den 1500 m angelangt. „Der Endlauf sollte machbar sein und dann … schau’n ma mal“, so ihre Devise und die heißt fast immer Attacke. Vom DM-Nesthäkchen aber nun schon wieder einen Medaillencoup bei den ganz „Großen“ zu erwarten, wäre fast ein bisschen vermessen. Mit im 1500 m Feld auch Teamkollegin Christiane Danner, die ihren nach eigenen Worten „enttäuschenden“ Juniorinnen-Auftritt mit einer persönlichen Galavorstellung vergessen machen möchte.

„Ulm ist für mich Zwischenstation, einfach nochmal große Wettkampfluft schnuppern“, so die Einstellung von Manuel Ziegler mit Perspektive auf Platz fünf bis sieben. In solchen Regionen will auch Hürdensprinterin Pamela Spindler landen, derzeit von Lauf zu Lauf besser werdend. Nach einem turbulenten Jahr mit vielen Problemchen und dem Abitur verzichtet die frisch gebackene Novi Sad Fahrerin Julia Kick auf den erneuten heißen Ritt über die Böcke. Vielmehr verstärkt sie die 3x800 m Telis-Jugendstaffel, die mit ihr, Christina Blößl und Theresa Piendl ziemlich gute Finalchancen hat.

stelkens_gala09_lutzfotoFür Michelle Weitzel (Weit), Amelie Garatva (Stabhoch), Sebastian Zundler (800 m) und Vera Stelkens (400 m) geht’s in Ulm in erster Linie ums Erfahrungen sammeln, um im nächsten Jahr vielleicht schon beim Konzert der Großen ein wenig mitmischen zu können. Dies gilt auch für die 3x1000 m Staffel der Jungs in der Besetzung Dominik Jakob, Lukas Kellner und Johannes Liedl. Beim Abschluss der Ulmer Tage, traditionell die Entscheidungen über 4x400 m, wird diesmal auch ein Quartett der LG Telis am Start sein. Wer aus dem Sechserpack Weitzel, Spindler, Harrer, Danner, Stelkens und der Jugendlichen Julia Liedl am Ende im Team sein wird, wied erst kurz vorm Start entschieden.