03. Oktober 2009 (© Kurt Ring) - Über Corinna Harrer zu reden, fällt derzeit leicht. Wenn eine als B-Jugendliche auf der gleichen Strecke, den 400 m, den nationalen Titel verteidigt, könnte man durchaus Konstanz und Kontinuität im Trainingsaufbau herauslesen wollen, sozusagen exemplarisch dafür: so geht’s. Als langjähriger Trainer und Beobachter von heranwachsenden Leichtathletinnen werde ich mich bei der Beschreibung eines Werdeganges keineswegs auf einen goldenen Weg festlegen, sondern komme immer mehr zu der Ansicht, dass, je mehr ich weiß, eigentlich nichts weiß über die Kapriolen eines werdenden Körpers, so manch klug ausgedachter Trainingsansatz desweilen oft kräftig nach hinten los geht. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, kein Talent mit dem anderen zu vergleichen. In einer gewissen Zeit des Wachsens und Orientierens scheint der menschliche Körper über eigene Schalter zu verfügen, deren Auswirkungen wir im günstigen Fall nur unterstützen können. Corinna Harrer ist immer noch das Nesthäkchen in einer sehr erfolgreichen Trainingsgruppe, in der vier Athleten/Innen 2009 international erfolgreich waren und auch die Fünfte mit 4:20,82 einen satten Sprung nach vorne machte, dabei Vierte über 1500 m bei der DM in Ulm wurde. Hier geht's weiter bei der Leichtathletik Coaching-Academy ...