Marco Sturm (LLC Marathon) krönt glänzenden Auftritt mit Rang fünf

sturm_wm_lang-wm09_raatzSöll, 10. Oktober 2009 (orv) –  Der 30 Jahre alte Schweizer Orientierungsläufer Marc Lauenstein entthronte am Samstag bei der WMRA Long Distance World Challenge in Söll/ Tirol den siebenfachen Weltmeister Jonathan Wyatt (Neuseeland). Auf der überaus selektiven Marathondistanz mit einer Höhendifferenz von 2.150 Metern holte sich der zweifache Orientierungs-Vizeweltmeister den Langdistanz-WM-Titel der Bergläufer. Auch das deutsche Team mit der auf Rang siebzehn einkommenden Telis-Bergläuferin Veronika Ulrich durfte jubeln: Die Frauen gewannen Mannschafts-Bronze. Als bester Deutscher rangierte Marco Sturm (LLC Marathon) überraschend auf Rang fünf.
Sechs Minuten nach dem überraschenden Lang-Distanz-Titelträger Marc Lauenstein stürmte Jonathan Wyatt den steilen Zielhang zur Hohen Salve hinauf. "Gerne wäre ich heute zum achten Male Weltmeister geworden", bedauerte der Neuseeländer, "doch ich hatte Magenprobleme gehabt. Außerdem war dies mein fünftes Langstreckenrennen der Saison. Das war vielleicht doch etwas zu viel." Dahinter wurde es dramatisch. Marco Sturm rückte auf Rang drei vor, kämpfte jedoch permanent mit Krämpfen und musste letztlich mit einem dennoch sehr starken fünften Rang hinter dem Briten Ricky Lightfoot und dem Kenianer Richard Chemungor zufrieden sein. "Endlich!" freute sich der 32-Jährige vom LLC Marathon Regensburg. "Ich habe mich auf diese Langdistanz-WM zwei Monate vorbereitet - und dieses Konzept war goldrichtig." Das DLV-Team zeigte eine gute Mannschaftsleistung, verpasste aber hinter Kenia (9:55:04 h), England (9:58:18 h) und Schottland (10:17:04 h) mit der Gesamtzeit von 10:20:21 Stunden als Vierte einen Medaillenrang.

ulrichveronika3_berglauf-lang-wm09_kiefnerfotoMehr Fortune hatten die DLV-Frauen mit dem Bronzegewinn. Bei ihrem Comeback nach dreijähriger Berglauf-Auszeit kehrte Alexandra Bott stark zurück und belegte als beste deutsche Läuferin Rang elf, dicht gefolgt von Britta Müller. Die bis zur Streckenhälfte auf Rang zehn platzierte Veronika Ulrich fiel nach 23 Kilometern zurück und musste Platz um Platz einbüßen. Dennoch reichte es in der Gesamtzeit von 12:03:19 Stunden zu Rang drei hinter den überlegenen Russinnen (10:56:37 h) und Australien (11:28:10 h).