Das Telis-Duo startet am Sonntag für Deutschland bei der Cross-EM in Dublin

harrer-danner_nikolauslauf09_lutzfotoRegensburg, 9. Dezember 2009 –  Die Welt der Regensburger Leichtathletik hat sich verändert. Hießen die Austragungsorte früher Cham, Amberg, Weiden, München oder Fürth, bewegen sich derzeit die hiesigen Asse immer mehr auf internationalen Terrain. Mit einem Feuerwerk an hochwertigen Leistungen haben sich die Telis-Sternchen inzwischen weit über die Grenzen hinaus einen Namen gemacht und weil’s so schön ist, machen zwei am Sonntag im irischen Dublin gleich einmal noch weiter. Die Rede ist von Christiane Danner und Corinna Harrer die Deutschland in der U23 bzw. U20 bei den diesjährigen Cross-Europameisterschaften vertreten werden. Während Christiane Danner zunächst einmal internationale Erfahrungen sammeln will, lässt Corinna Harrer trotz ihrer Jugend keinerlei Zweifel an höheren Ansprüchen: „Einen Top-ten-Platz möchte ich schon erreichen.“

Für Bundestrainer Lutz Zauber ist die Regensburgerin auf jeden Fall im deutschen Team eine feste Größe: „Von ihr und Jana Sußmann erhoffe ich mir ein sehr gutes Abschneiden“, und der von ihm immer wieder schmunzelnd angesprochene „rustikal bayerische“ Stil könnte vielleicht genau die richtige Antwort auf die zu erwartende Schlammschlacht im Dubliner Santry Park sein. So gibt’s denn für Corinna Harrer kein Wenn und Aber. Vom Start weg gilt’s, den Kontakt zur Spitze zu suchen, auch wenn das bisweilen in die Hosen gehen und man furchtbar nach hinten durchgereicht werden kann. Im Lager der Wenzenbacher Abiturientin weiß man aber auch: „Bei über hundert fast gleich starken Konkurrentinnen kommt man nicht mehr nach vorne, wenn man am Start schläft.“ Schnell genug ist das Telis-Talent als ehemalige deutsche Jugend-Langsprintmeisterin allemal.

Was Christiane Danner in diesem Herbst abzieht, erstaunt selbst Experten. In der Jugend hauptsächlich auf den 400 m Hürden zu Hause, nahm die gerade mal 21-Jährige ab Sommer 2009 auch die längeren Distanzen ins Visier. Und siehe da, die gezeigten Leistungen auf der Straße über 10 km, waren alles andere als Zufallsleistungen. In einer EM-Qualifikation mit allen deutschen U23-Assen stach sie beim letztendlich entscheidenden Lauf in Roeselare bis auf die deutsche 5000 m Meisterin Conny Schwennen alle anderen aus, sehr zum Erstaunen selbst ihres eigenen Trainers Kurt Ring. Der freut sich neben Christiane Danners unerwarteten EM-Qualifikation fast schon mehr auf den nächsten Sommer: „ Wenn sie diese Qualitäten mit in ihre Spezialstrecke 1500 m nimmt, dann kann man von ihr sehr viel erwarten.“ Freilich in Dublin muss die Regensburger Studentin erst einmal unter die besten vier Deutschen kommen und damit in die Mannschaftswertung. In der U23 haben die deutschen Mädels jedenfalls eine schwere Bürde mit nach Dublin genommen. Es gilt die Bronzemedaille des letzten Jahres zu verteidigen.