Telis-Aufgebot mit guten Aussichten bei Landeshallenmeisterschaften

weitzelmichelle2_nord-blv_kiefnerfotoRegensburg, 18. Januar 2010 –  Traditionell am dritten Januar-Wochenende geht’s für Bayerns Leichtathleten unter dem Hallendach sprichwörtlich um die berühmte Wurst. Dann finden nämlich die Bayerischen Meisterschaften, in diesem Jahr wieder einmal in der Fürther Halle, statt. Mit eingebunden sind die Titelkämpfe der Jugend B (U18) und die 1500 m-Entscheidungen der U20. Auch die LG Telis Finanz reist mit einigen Titelanwärtern, allen voran Hürdensprinterin Pamela Spindler, Mittelstrecklerin Corinna Harrer, Weitspringerin Michelle Weitzel, Dreispringer Manuel Ziegler und Stabartistin Amelie Garatva ins Fränkische, wo der Neu-Bayer Tobias Unger (jetzt LG Stadtwerke München) wohl der absolute Publikummagnet sein sollte.

Hallenparkett ist ungeliebtes Terrain für die Regensburger Asse, weil in der Heimatstadt einfach demensprechende Trainingsanlagen fehlen, um sich ernsthaft auf solche Events vorbereiten zu können. „Fürth und München haben da eindeutige Standortvorteile, Trainingsfahrten unter der Woche in die Leistungszentren sind für unsere Feierabend-Profis einfach nicht drin. Deshalb müssen wir unterm Hallendach kleinere Brötchen bachen, auch wenn das mit neun Titelverteidiger/Innen im Gepäck zunächst auf dem Papier anders ausschaut“, schränkt Teamchef Kurt Ring von vornherein übertriebene Erwartungen an die Telis-Athleten ein.

So sind denn jene Goldchancen in den einzelnen Disziplinen sehr punktuell zu suchen. Da wäre Hürdensprinterin Pamela Spindler, die hoffentlich wie im Vorjahr furios in die Saison einsteigen könnte und das vielleicht zusätzlich auch noch ohne Hürden. Da wäre Mittelstrecken-Ass Corinna Harrer, der über 1500 m der wJA eigentlich ein Trainingslauf reichen sollte. Tags zuvor reizt sie bei den Frauen ein 3000 m Duell mit Fürths Rekordhalterin Julia Hiller. Da wäre Stabartistin Amelie Garatva, die diesmal schon die vier Meter auspacken muss, um Münchens Österreich-Import Daniela Höllwarth in die Schranken weisen zu können. Ob Dreispringer Manuel Ziegler sein ungefährdetes Zepter schwingen kann, entscheiden letztendlich seine überaus empfindlichen Beuger, die derzeit ein wenig Ärger machen. Last but not least sollten jene Aussichten über 800 m mit den Telis-Protagonisten Florian Orth, Sebastian Zundler und Felix Plinke gar nicht so schlecht sein, während über 1500 m für das selbe Klientel, verstärkt mit Sebastian Reinwand, der Fürther René Bauschinger etwas dagegen haben sollte. Für Weitspringerin Michelle Weitzel sollten sich wenig Probleme auftun, wenn bei ihr die sechs Meter fallen. Auch im Hochsprung zählt sie zu den Medaillenanwärterinnen.

Regensburgs starke Mittel- und Langstrecklerinnen werfen auch noch über 3000 m Titelverteidigerin Veronika Ulrich und die gerade erst wieder ins Training eingestiegene jetzt ehemalige U23-Meisterin Susi Lutz ins Rennen und über 800 m und 1500 m sollte eigentlich Chrissy Danner mitmischen, wenn denn ihr Knöchel mitmacht. Telis-Neuzugang Christophe Chayriguet versucht sich über 3000 m. Recht unübersichtlich ohne die Stadtwerke-Stabhochsprungstars aus München ist auch die Situation im Stabhochsprung mit einem dann vielleicht über sich hinauswachsenden Philipp Sellack in der Hinterhand.

Telis-Neusternchen Jonas Koller sollte nach seinem 3000 m Parforceritt auch über 1500 m nicht ohne Chancen sein, Jungsprinterin Luka Krampert kämpft über 60 m um’s Stockerl und Titelverteidigerin Theresa Piendl will zumindest in die Nähe des Edelmetalls über 1500 m der wJB kommen. Auch Langsprinter Kevin Urbanek hat solche Aussichten, wenn er bis Fürth seine gesundheitlichen Probleme in den Griff bekommt. Simon Ziegler strebt im Drei- und Stabhochsprung einen Treppchenplatz an.