Wie ein Berliner Langstreckler dem Winter trotzt

Berlin, 23. Januar 2010 (bubel) - Wir haben hier seit den Weihnachtsfeiertagen ununterbrochen Dauerfrost und Schneehöhen bis zu 60 cm, die diese Woche zwar angeschmolzen waren, aber sich inzwischen in die perfekte Eisbahn verwandelt haben. Also selbst bei uns in der Großstadt findest du keinen durchgängig freien Bürgersteig zum Laufen. So hab ich mir angewöhnt in den tiefsten Wald zu gehen - da hast du deine Ruhe und auf den richtigen Wegen auch deinen Laufspaß!

Und wie schon im Vorbericht angedeutet wurde: die Geschwindigkeit spielt dabei keine Rolle. Natürlich ist es eher ungewöhnlich für die meisten anderen Trainingsgruppen in der Stadt, die spätestens zum Neujahrsbeginn mit den Tempointervallen auf der Hallenrundbahn beginnen und sich dort wie die Ameisen tummeln. Dieses Bild intensiviert sich zunehmend mit den näherkömmenden Indoormeisterschaften. Es ist mir fast schon ein wunder, das es dabei keine Zusammenstöße gibt. Dennoch muss der Drang dazu sehr groß sein, um die Enge in Kauf zu nehmen.

Mir jedenfalls unverständlich - bis auf einen Satz Steigerungen habe ich das Tartan nicht betreten: Alle Einheiten konnte ich, auch bei nicht anfängerfreundlichen Verhältnissen, auf einer inzwischen komplett gespurten 5km-Loipe mit Profil bestreiten. Und mit dem richtigen Willen kannst du jegliche Grundlagen legen!

Insoweit wird die Geduld zwar teilweise strapaziert, aber mit der richtigen Einstellung, die man sich durch den Aufwand, denn die Logistik mit den Skiern durch die U-Bahn zum Training ist eigentlich das aufwendigste -  und ich ernte diverse sich wundernde Blicke - und dem richtigen Fleiß, wird man dafür, zwar nicht sofort, aber dann im Sommer für belohnt. Wer sich in der Halle austoben möchte bitte schön...

Nun freue ich mich, bei den berlin-brandenburgischen Meisterschaften morgen ein kleines Intermezzo über 3000m zusammen mit den Hallen-Hopsern einzulegen und einfach mal so schauen, was passiert.

von Niels Bubel