Gedanken zur zeitlichen Neugestaltung der Deutschen Meisterschaften im Stadion

zuschauer1Regensburg, 1. März 2010 –  Kürzlich flatterte ein Mail vom Landesverband auf unseren Tisch, wir mögen uns doch Gedanken über eine eventuelle zeitliche Neugestaltung der Deutschen Meisterschaften im Stadion machen, sozusagen als Brainstorming eines in Deutschland inzwischen renomierten Leichtathletik-Veranstalters bzw. –Ausrichters. Eigentlich ist das ein guter Ansatz. Damit will man die unendlichen Diskussionen in den unendlich langatmigen Pausen der bisherigen Meisterschaften in ein tragfähiges Konzept auf der Basis der Praktikervorschläge umsetzen. Ganz egal, wie dieses dann umgesetzt wird, eines bleibt als Grundessenz erhalten: Die Meisterschaften müssen im Finalteil kürzer werden und flotter ablaufen. Die Folge daraus ist eine ganz eindeutige: Vorläufe, Vorkämpfe und Qualifikationen müssen aus dem eigentlichen, für’s breite Publikum bestimmten Finalprogramm verschwinden.

Hierzu der Vorschlag der LG Telis Finanz Regensburg: Die Bedarfszeit für alle Bahnfinals einschließlich der Jugendlangstaffeln und ausschließlich der Gehwettbewerbe, die in aller Regel sowieso am frühen Morgen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, umfasst selbst bei großzügiger Auslegung höchstens eine Gesamtzeit von 3 Stunden am Samstag und 3 Stunden am Sonntag. In dieser Zeit sollten auch alle Endkämpfe der Techniker mit jeweils nur noch 8 Finalisten untergebracht werden können.

Dies erfordert natürlich ein Umdenken hinsichtlich von Vor-, Zwischenläufen, sowie den in den technischen Bereichen notwendigen Vorkämpfen, die dann eigentlich den Status einer Qualifikation annehmen. Für die Samstagfinals könnte man durchaus ein Vorlauf/Vorkampffenster am Freitagabend von 18 Uhr bis 22 Uhr schaffen mit einem Samstagfinalzielzeitraum von 17 bis 20 Uhr. Für die Sonntagwettbewerbe ergäben sich Vorläufe und Vorkämpfe/Qualifikationen für ein Zeitfenster von 10 Uhr bis 13 Uhr mit einem Finalzielzeitraum von 14 bis 17 Uhr am Sonntag.

Zum Modus der Vorläufe und Qualifikationen möchten wir uns wie folgt äußern: Die ersten Vier der aktuellen Bestenliste werden für das Finale wie beim Skispringen automatisch gesetzt, können aber an den Vorläufen/Qualifikationen teilnehmen. Die Meldeleistungen müssen bei Landes- und Regionalmeisterschaften, sowie bei vom jeweiligen Landesverband bestimmten Regionaltopmeetings (in Bayern wären dies die Bayerntop-Meetings) und allen höherwertigen Meetings (German meetings usw.) erzielt werden. In den technischen Wettbewerben sind ebenfalls die ersten Vier vorqualifiziert. Der Rest der Startberechtigten geht in Vorläufe und Vorkämpfe und füllt die entsprechenden Finals analog der bisherigen Zahlen im Lauf bzw. 8 Teilnehmerin in den technischen Wettbewerben auf.

Eine Ausnahme sollten die Sprintdisziplinen, eventuell auch Kurzhürden machen. Hier halten wir jeweils 2 Zwischenläufe durchaus angebracht: 8 Teilnehmer mit den besten Meldeleistungen und 8 Teilnehmer, die sich über die Vorläufe durchsetzen.

Für alle Staffelentscheidungen sollten nur die 8 besten Vorleistungen zugelassen werden. Für die jeweilige Qualifikation könnten Landesmeisterschaften und Pre-Meetings (siehe Normleistungen) herhalten.
Für die technischen Vorkampf-Wettbewerbe könnte man die vom Europacup schon bekannten Einschränkungen treffen: Bei Vertikalsprüngen 6 oder auch 8 Gesamtversuche, bei den Horizontalsprüngen und allen Würfen 3 Versuche, die besten 8 haben dann noch einen vierten, um letztendlich die weiteren 4 Teilnehmer neben den Gesetzten für’s Finale auszuspringen bzw. auszuwerfen/stoßen.