Own the podium – das canadian – olympic - programm war ein Erfolg

Kürten, 21. März 2010 (pöhlitz) - Als die Mission „Own the podium“ – das Podium gehört uns - vor 5 Jahren zur Spitzensportförderung gemeinsam mit der kanadischen Regierung mit dem Ziel aufgelegt wurde im Februar 2010 als Gastgeber beim Heimspiel vor den Augen der Welt besser zu sein als mit 24 Medaillen zuletzt in Turin, wenn möglich aber auch erfolgreicher als Nachbar USA, war eine Verlängerung über die Olympischen Spiele hinaus eigentlich nicht im Gespräch. Schließlich wurden in etwa 75 Millionen Euro in der Zentrale, in Leistungszentren,  aber auch in einzelnen kanadischen Provinzen als Sonder-Sport-Etat zur Schaffung optimaler Trainingsbedingungen „für förderungswürdige Athleten“, für Material und die wissenschaftliche Begleitung investiert. Nach dem Olympiaerfolg wird aber nun von Fortsetzung gesprochen.

In den zwei Olympia - Wochen wurde nun die Wirkung von Geld und mehrjähriger konzentrierter gemeinsamer Arbeit im Sport der Weltöffentlichkeit beeindruckend demonstriert. Mit 14 Goldmedaillen wurden so viele Siege errungen wie sie keine Nation in der Geschichte der Winterspiele bisher erzielt hat und dazu wurde auch noch die USA nicht nur im Eishockey besiegt. Auch der moralische Sieger war Canada. In seiner Rede anlässlich der Schlussfeier dankte der Chef des Organisationskomitees nicht nur Canada und seinen fleißigen und freundlichen Helfern und dem IOC für das Vertrauen, sprach vom spürbaren Stolz auf ihre Athleten, sondern betonte auch, „dass durch die Olympischen Spiele und durch die Kraft des Sports die Nation so zusammengeschweißt wurde, dass wir jetzt  besser miteinander können als je zuvor!“ Eine tolle Botschaft, wenn man bedenkt, dass Canada ein Einwanderungsland ist. „Heart of canada“ was willst Du mehr.

2010-03-21_medaillenspiegel-b-winter10

Die Bevölkerung hatte frühzeitig verstanden, dass nicht nur die Nation, der Tourismus profitieren, sondern auch die vorbildhafte Wirkung auf ihre Kinder und Jugendlichen was die Verfolgung sportlicher Ziele betrifft, über Jahre wirken wird und den Investitionen mehrheitlich zugestimmt. Da wurden nicht nur die Traditionssportarten gepusht, sondern zugleich Riesenfortschritte in den jungen olympischen Sportarten wie Buckelpistenrennen, Ski - Cross und Short - Track gefeiert. Gleichzeitig hatte man das Gefühl dass Canada zwei Wochen seine Gäste umarmt, umsorgt und belächelt hat.

Man kann sich sicher sein, dass mit dieser Euphorie, mit dieser landesweiten Begeisterung auch viele Kinder und Jugendliche nachhaltig zum Training in die Sportstätten gelockt werden, dass das Geld also sinn- und wirkungsvoll für Bildung, Sport und Gesundheit ausgegeben wurde. Zugleich darf man gespannt sein, ob das aufgelegte Leistungssportprogramm, dass von der canadischen Bob-Olympiasiegerin Kaillie Humphries so beschrieben wurde: „ich konnte mich perfekt und sorgenfrei vorbereiten, einfach nur trainieren“, nun, wie bereits angedeutet, fortgeführt und nicht nur für Sotchi 2014, sondern auch für die Olympischen Sommerspiele in London 2012 nachwirken wird. Ein ähnliches Konzept „Germans on the podium“ möchte man sich auch für unsere Sportler und Trainer wünschen.