Telis-Stabhochspringerin berichtet von ihrem Auslandssemester in den USA


horn-elena--usa-trainingsstaetteSan Marcos/Texas, 5. April 2010 (horn) - Telis-Stabhochspringerin verbringt derzeit ein Auslandssemester in San Marcos/USA. Ihr Tagesablauf zeigt deutliche Unterschiede zum Leichtathletiktraining zu Hause. Hier ihr Bericht: Ich bin mitten drin in meinem Auslandsjahr; zweieinhalb Monate sind es nun schon, die ich hier in San Marcos, Texas, verbracht habe. Training und Uni stehen dabei ganz oben auf der Tagesordnung, aber ich durfte auch drum herum schon einiges erleben... Es gefällt mir wirklich sehr gut!

Training: Ich trainiere hier jeden Tag nachmittags direkt nach der Uni und am Wochenende haben wir meistens sonntags frei. Der Trainingsplan und die Übungen sind ähnlich wie daheim, aber es ist von allem etwas mehr. Vor allem in den ersten Wochen habe ich das deutlich gemerkt, aber mittlerweile habe ich mich ganz gut daran gewöhnt. Die Sportanlagen sind wahnsinn! Hier gibt es wirklich alles. Jede Sportart hat ihre eigene Halle oder ihr eigenes Stadion mit allem nötigen Zubehör. Auch die physiotherapeutische Betreuung mit eingeschlossen. Dazu gibt es einen großen Raum, wo man theoretisch jeden Tag behandelt werden kann; um die acht „athletic trainer" sind von morgens bis abends da, um mit den Athleten zu arbeiten (Krankengymnastik, Physiotherapie, dehnen, etc.). Der Sport spielt in Amerika einfach eine sehr große Rolle!

Uni: Das Unileben ist hier in USA etwas anders, als ich es von Regensburg kenne. In den ersten Semestern muss jeder Student ein „basic- Studium" absolvieren, egal welches Hauptfach man belegt. Deswegen belege ich dieses Semester einen Musik und einen Geographiekurs, sowie zwei Englisch Kurse... Aber man hat mir zugesagt, dass ich im Herbst ein paar Mathekurse belegen darf. Juhu! Irgendwie ist die Uni hier so, wie die letzten Jahre in der Schule bei uns. Hausaufgaben werden kontrolliert und zählen mit in der Benotung, alles ist kontrollierter und die Studenten sind viel uneigenständiger als bei uns... Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, noch mal in die „Schule" zu gehen :-).

horn-elena--trainingskollegenWettkämpfe: Die indoor- Saison ist nun vorbei und auch ganz gut gelaufen. Mit meinen gesprungenen Höhen bin ich zwar noch nicht zufrieden, aber immerhin konnte ich für meine Uni schon ganz
gut Punkte sammeln und die Southland Conference Championships gewinnen. Die outdoor- Saison hat bereits begonnen und ich freue mich schon auf viele Wettkämpfe in verschiedenen Städten und Stadien. Die Stimmung bei den Wettkämpfen ist riesig. Das ganze Team (wir sind ein recht großes Leichtathletik- Team (etwa 90 Athleten)) ist am Start und meistens sind auch „Bobcat- Fans" zur Stelle, was sich in der Lautstärke bemerkbar macht!

horn-elena--evergladesWohnung: Zusammen mit einem anderen Mädchen (aus dem Softball- Team) teile ich mir ein Appartment nahe der Uni. Ich habe mein eigenes Zimmer & Bad und die Küche und das Wohnzimmer haben wir zusammen. Vor allem um die Küche bin ich sehr froh, da ich selber kochen kann! Das Mensaessen ist nämlich nicht sehr athletenfreundlich... Da kaufe ich dann doch lieber das „gesunde Essen" (das hier größtenteils teuer ist) ein!

Freizeit: Neben dem täglichen Training treffen wir uns (vor allem Athleten) auch mal am Wochenende oder nach dem Training: zusammen sitzen, ratschen, TV- schauen, die ein oder andere Party wurde auch schon gefeiert... meine Teamkollegen hier sind sehr nett & hilfsbereit und haben mich hier gut aufgenommen... Letzt Woche hatten wir eine Woche Ferien (Springbreak), d.h. eine Woche unifrei und zusätzliche konnte ich mir noch ein paar Tage trainingsfrei „ergattern". Ich bin nach Miami, Florida geflogen und habe dort meinen Bruder und Verwandte getroffen. Zusammen haben wir viel erlebt (Traumstrände, Everglades National Park, „Keys", etc.) und eine super Zeit gehabt.