Positive Bilanz des Telis Ostertrainingslagers

trainingslager07_koordination-pinienwaldCervia, 10. April 2010 –  Es ist vollbracht – zum letzten Mal werden vorm Hoteleingang die Laufschuhe vom italieinschen Waldboden befreit, die inzwischen sehr müden Glieder gedehnt. Der letzte Capuccino wartet, das inzwischen vertraute vierzehntägige Wechselspiel Schlafen-Trainieren-Essen hat ein Ende, die neunstündige Heimfahrt ins kalte „old Germany“ steht bevor. Zeit also, ein Resumée zu ziehen.

„Ich bin mit dem Geleisteten sehr zufrieden. Die vorgesehenen Trainingsinhalte konnten sowohl quantitativ als auch qualitativ im vollen Maße abgearbeitet werden. Die Topathleten haben gelernt, immer besser ihren Körper zu verstehen und damit weitere Reserven frei machen zu können“, so Teamchef Kurt Ring, „in diesem Zusammenhang muss auch auch den immer wieder heilenden Händen unserer Physiotherapeuten Marian Spyra (er half in der ersten Woche neben dem Stabhochsprungtraining aus) und Sarah Thannheimer ein großes Lob ausgesprochen werden, die letztendlich ganze Meter von roten und blauen Kinesiotapes verklebte. Beide machten möglich, was ohne Physio ganz einfach unmöglich wäre.“

Zu danken ist an dieser Stelle auch der Mittelstrecken- und Langsprinttrainerin Doris Scheck, die das ganze Trainingslager wieder perfekt vorbereitet und durchgeführt hat. Die Athleten mussten sich um nichts kümmern, selbst schier Unmögliches wurde zeitnah erledigt. Für stets neue Trainingsinhalte zeichnete Mehrkampf- und Sprinttrainerin Steffi Pietsch verantwortlich, der es am Ende der langen Trainingstage sogar gelang, die jüngere Athleten-Rasselbande durch Meditationsübungen zur inneren Ruhe zu bringen.

Wie wertvoll die zwei Wochen am Ende gesen sein werden, wird erst die kommende Saison zeigen. Die Kunst, sich in den italienischen Tagen nicht „abzuschießen“ will gelernt sein, die „Hochzeit“ des Trainings geht zumindest für den Spitzenbereich bis Ende Mai noch weiter. „Ein Trainingslager an Ostern ist dabei noch keineswegs die halbe Miete, aber ein wichtiger Baustein“, so Mittel- und Langstreckencoach Kurt Ring im Rückblick, „wir werden auch 2010 wieder für einige Überraschungen sorgen.“

Was ihn am meisten stört, sind für seine Langstreckler die Deutschen 10.000 m Meisterschaften am 1. Mai. „Zum gut Sein zu früh, zum nicht Teilnehmen zu schade, schließlich sind sie fast die einzige Möglichkeit auf deutschen Boden die längste Bahndistanz zu laufen.“ Susi Lutz und Philipp Pflieger werden das Wagnis eingehen, freilich liegt ihr Fokus wie bei allen Assen in Richtung Juli, wo dann abgerechnet werden soll.

So nebenbei hat sich bei einigen Telefonaten in den Pinienwäldern von Cervia auch noch in Richtung Sparkassen Gala etwas getan. Rüdiger Harksen, Bundestrainer Track, hat Meetingdirektor Kurt Ring noch vor seiner Abreise ins Trainingslager USA in Kenntnis gesetzt, dass nun auch der 5000 m EM-Normwettkampf von Kassel nach Regensburg verlegt wird. Damit ist nun der gesamte DLV Kader „track“ vom Sprint bis zur Langstrecke mit den Kurz- und Langhürden und den Hindernisstrecken im Uni-Stadion am Start. Die Regensburger haben bereits reagiert. Über Trainervater Romain Fiegen, der extra von Cervia nach Trient reiste, wurden beim italienischen Manager Giovanni Dimadonna bereits die entsprechenden Tempomacher aquiriert.

Arividerci Cervia 2010 – wir kommen bestimmt wieder, auch wenn bisweilen die Rundbahn mit Läuferbeinen überfüllt ist, die Stürme des Winters so manchen schönen Waldweg zerstört haben und das Meer wie an vielen Jahren zuvor zum Baden noch zu kalt war.