4. MTV-Meet-IN Ingolstadt, 16. Juli 2005 - Bericht - Ergebnisse

Ingolstädter MTV Meet-IN ganz im Zeichen des Stabhochsprungs

2005-07-16_meet-in_ingolstadt Ingolstadt, 16. Juli 2005 (orv) - Erwartungsgemäß gaben die Stabhochspringer beim 4. internationalen MTV-Meet-IN in Ingolstadt den Ton an. Tim Lobinger (ASV Köln) gewann die Konkurrenz mit 5,70 unerwartet deutlich vor einem Großteil der deutschen Elite, gespickt mit einigen hochkarätigen Ausländern. Mit Vickson Polonet und Edward Mutai dominierten zwei Kenianer in den stark besetzten Feldern über 1500 m und 3000 m mit 3:45,24 und 8:12,21. Martina Darmovzalova (Tschechien) überwand im Weitsprung der Frauen als einzige die Sechs-Meter-Marke mit 6,18 und die bestens bestückten 800 m der Frauen entschied Jana Hartmann (LC Thüringen Gas Erfurt) in einer klassischen Spurtentscheidung in 2:08,86 für sich. Das Meeting im ehrwürdigen Stadion an der Friedhofsstraße hätte auch heuer wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden, gäbe es nicht das bunte Völkchen der Stabartisten, deren derzeit unangefochtener Regent Tim Lobinger wohl schon allein einige hundert Zuschauer anlockte. Die sahen am Ende einen souveränen Sieg des Mannes vom ASV Köln mit sicher übersprungenen 5,70 und verheißungsvollen Ansätzen bei 5,80. Am ehesten konnten da noch Björn Otto (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) und der niederländische Meister Laurens Looje mit jeweils 5,50 mithalten. Michael Stolles (Hamburger SV) Versuch, wieder Anschluss an die Elite zu finden, musste vertagt werden. Bei 5,45 baute der Olympia-Vierte von Sydney 2000 einen "salto nullo". 2005-07-16_meet-in_ingolstadt Nachdem beim Ingolstädter Meeting um Geldprämien gelaufen wurde, waren auch die Kenianer wieder da und die taten eben mal grad so viel, um am Ende als Erste den Zielstrich zu überqueren. Da konnte sich dahinter das Feld mühen, was es wollte, die Waffen waren eben schwächere, als jene Männer aus Ostafrika besitzen, auch wenn deren Namen selbst Insidern nicht so recht bekannt sind. Auch ein Mann wie Jason Stewart (LG Domspitzmilch), im letzten Jahr Olymionike und auch heuer wieder auf dem Sprung zur WM nach Helsinki, machte erst gar nicht den Versuch, den Kenianer die Stirn zu bieten und begnügte sich mit einem sicheren Platz zwei in 3:48,91. Dem anderen Domspitzmilch-Läufer Jan Krauspe hätte über 3000 m die ständigen Tempowechsel des Edward Mutai fast noch Rang zwei gekostet, weil nach einem weiteren "Bremsversuch" kurz vor Ende des Rennens, Heiko Baier von der LG Fulda noch an die beiden Führenden heran laufen konnte. Während sich der Afrikaner im Spurt auf Nimmerwiedersehen verabschiedete, lieferten sich Krauspe und Baier ein totes Rennen mit ordentlichen 8:16,12. Ziemlich ratlos standen die 800 m Damen nach dem Rennen im Ziel herum. Keiner hatte vorher Verantwortung übernehmen wollen und so kam's dann nach einer 69er-Runde zu einem Gemetzel, in dem eben nur die Siegerin recht hat und die hieß an diesem Tag Jana Hartmann. Im geschlagenen Feld auch die beiden Domspitzmilch-Läuferinnen Daniela Struckmeyer (7./2:14,42), die erneut der Chance auf eine schnelle Zeit nachtrauerte, und Jungtalent Andrea Heuberger, die mit ihren 2:13,62 immerhin die Jugendwertung mit Abstand gewann. 2005-07-16_meet-in_ingolstadt Im Lauf davor hatte Laura Biehler (W14) ein Schützling von Domspitzmilch-Nachwuchstrainerin Doris Scheck, den etablierten Jugendlichen ihres Teams den Fehdehandschuh hingeworfen. Am Ende mussten Sarah Heuberger und Liesa Gläß mit 2:17,05 und 2:17,19 schon persönliche Bestleistungen hinlegen um das ungestüme 14-jährige Domspitzmilch-Nesthäkchen noch niederhalten zu können. Die hielt sich mit einem neuen Bezirksrekord von 2:17,52 schadlos. Der alte von Kerstin Zenger (2:18,4) stammte immerhin schon aus dem Jahre 1988. Auch Julia Kick (W15/Run&Bike Kelheim) und Julia Liedl (W14/LG Domspitzmilch/SG Waldetzenberg), in der selben Trainingsgruppe mit Laura Biehler trainierend, zeigten sich mit 2:22,44 und 2:22,99 bestens gerüstet für die am nächsten Wochenende im Regensburger Uni-Stadion stattfindenden Landesschülermeisterschaften. Mit Florian Seiler (1000 m mJB/1.) in famosen 2:34,65, Judith Lutz (800 m wJB/3. - 2:29,43) und dem 23-jährigen Bastian Müller (3000 m / 8:48,36 - erstmal unter neun Minuten) stellten drei weitere Domspitzmilch-Mittelstreckler neue Hausrekorde auf. Dies galt auch für die Nachwuchssprinter Benedikt Meier (LG Domspitzmilch) über 100 m (mJB 4./11,91) und Elke Gehr (LG Domspitzmilch/SV Lupburg) über dieselbe Distanz (wJB/12,83), letztere auch noch mit einem schönen Weitsprungergebnis von 5,42 (4.). Im 800 m Lauf der Männer belegten die beiden Domspitzmilch-Läufer German Hehn und Levi Wheeler die Plätze neun und elf mit 1:56,48 und 1:57,20, gleichbedeutend mit Jahresbestmarken für beide. Zehnkämpfer Peter Hargasser (LG Domspitzmilch) testete unmittelbar vor den Bayerischen Meisterschaften über 100 m (11,18) und im Weitsprung (6,77).

Fotos: Tim Lobinger (ASV Köln) im Haupt- und Nebengeschäft tätig, Sarah und Andrea Heuberger mit Judith Lutz (alle LG Domspitzmilch) als Siegertrio bei der weiblichen Jugend B

Newstelegramm

Regensburg, 03.12.17
Intersport-Tahedl-Nikolauslauf
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Darmstadt, 26.11.17
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Valencia/E, 19.11.17
Valencia Marathon
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Ingolstadt, 18.11.17
Cross Meet-IN / 16. Bayerisches Cross Festival
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Frankfurt, 29.10.17
Deutsche Marathon-Meisterschaften
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Berlin, 31.-31.12.06
Silvesterlauf Berlin
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