Philipp Pflieger und Julian Flügel durchleben alle Facetten der Gefühlswelt beim Frankfurt-Marathon

Pflieger-Fluegel1 FrankfurtMarathon SchaakefotoRegensburg, 27. Oktober 2014 (orv) –  Hopp oder Top – besser könnte man das Ergebnis der beiden Telis-Asse Julian Flügel und Philipp Pflieger beim diesjährigen BMW Frankfurt Marathon nicht beschreiben. Während Julian Flügel als zweitbester Deutscher im Schatten von Arne Gabius als Gesamt-Sechzehnter mit neuem Hausrekord von 2:14:20 Stunden triumphal in die Festhalle einlief, lag ein völlig entzuckerter und dehydrierter Philipp Pflieger komatös bei Kilometer 36,5 am Straßenrand und musste ärztlich behandelt werden. Beide hatten alles gegeben. Für den einen endete es im Triumph, für den anderen gestaltete sich der Lauf als absolutes Drama.

 
Fluegel2-Steppke FrankfurtMarathon SchaakefotoDabei war alles hergerichtet für die beiden. Die Wetterlage war ideal für solch lange Läufe, „Cheftempomacher“ Simon Stützel machte einen überragenden, weil sekundengenauen Job und die Halbmarathonmarke wurde drei Sekunden schneller als die anvisierten 1:07:00 Stunden überquert. „Alles paletti“, rief Flügels Heimcoach Jürgen Stephan, als Radbegleiter für seinen Schützling unterwegs, dem im Führungsfahrzeug sitzenden Telis-Teamchef Kurt Ring zu. Der sah auch zwei wie am Schnürchen laufende „Blaue“, wusste zugleich aber, dass der Marathon „eben erst bei Kilometer 30 so richtig beginnt“.

 

Exakt dort war dann auch die Schnittstelle zwischen Triumph und Drama. Während der eine Telis-Läufer wie ein Schweizer Uhrwerk sein angeschlagenes Grundtempo durchhielt, bekam der andere extreme Probleme, erreichte bereits wankend die Verpflegungsstelle bei Kilometer 35, jetzt schon drei Minuten hinter seinem Teamkollegen. Die Aufnahme der kohlenhydrathaltigen Zusatznahrung misslang zudem. „Ich hab das Gel einfach nicht mehr aufgebracht“, berichtete später ein arg gebeutelter Philipp Pflieger im Hotel.

 

Fluegel1 FrankfurtMarathon SchaakefotoWährend der eine irgendwo im Sanitätsbereich mit Zuckerhaltigem vollgepumpt wurde, flog der andere geradezu dem Ziel entgegen. „Es ist schon was Besonderes, so in die Festhalle einzulaufen“, strahlte Julian Flügel schon kurz danach über beide Ohren. „Die Bundestrainerin hat mir schon gestern gesagt, dass ich auf jedem Fall Bundeskaderathlet werde, jetzt habe ich mit den 2:14:20 auch gleich noch die Norm dafür nachgeliefert“, sagte er dann später im Marathon-Hotel zu seinem neuen Status. „Jetzt werde ich zunächst mal eine Woche Urlaub machen, zu Hause mit meiner Freundin.“ Die hatte am Straßenrand mitgefiebert und ihren Julian angefeuert, wo sie nur konnte.

 

Sein Heimtrainer „Steppke“, seines Zeichens auch schon im Pensionsalter, musste seinen Job als Radbegleitung und Getränkeservice nach Kilometer 35 aufgeben, weil Julian Flügel da wohl schon zu schnell oder eben Steppke inzwischen zu langsam geworden war. Den Job übernahm dann reibungslos Philipp Pfliegers Radbegleiter Jonas Fischer, doch noch 40 Lenze jünger als Flügels Coach, im Doppelpack, um sich dann vergeblich auf die Suche nach dem plötzlich verschwundenen Athleten zu machen.

 

Mit dem geplanten, und selbst bei Kilometer 35 noch möglichen Mannschaftsergebnis von unter sieben Stunden wurde es dann wegen Pfliegers Ausfall auch nichts. Oldie Dennis Pyka, als Reiseanalytiker schon längst in der Berufswelt angekommen, konnte sich  „bei seinem definitiv letzten Marathon“ in 2:25:07 Stunden wenigsten als viertbester deutscher Läufer mit dem Gewinn der „Managerwertung“ trösten. Als Deutscher Marathonmeister des Jahres 2010 kennt das Telis-Ass die Tücken der längsten olympischen Laufdisziplin allzu gut.

 

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