LG Telis Finanz reist  mit drei aussichtsreichen Damen zum Haspa Marathon

SchneiderGaluschkaScherl DMHM15 RingfotoRegensburg, 20. April 2015 (orv) – Die Erfolgsgeschichte der Regensburger Marathonläuferinnen, speziell jene der LG Telis Finanz Regensburg ist seit 1997 eine goldene. Damals, vor 18 Jahren holten Kathi Kaufmann, Sophie Berkmiller und Daniela Arndt in der immer noch gültigen bayerischen Rekordzeit von 8:26:06 Stunden in der eigenen Heimatstadt den ersten deutschen Meistertitel nach Regensburg. Inzwischen sind die Regensburgerinnen mit bis dato 11 Mannschaftstiteln, 5 Silbermedaillen und zwei bronzenen, sowie 2 Einzeltiteln von Steffi Volke (2011, 2014) und weiteren 12 Einzelmedaillen (7xSilber, 5xBronze) zum weitaus erfolgreichsten Marathonteam Deutschlands geworden. Soloauftritte außerhalb der Meisterschaften, die stets in große Städtemarathons eingebunden waren, gab’s dabei ganz wenige. 2015 macht Teamchef Kurt Ring eine Ausnahme. Ohne Meisterschaftszwänge werden gleich drei seiner Marathonis am kommenden Sonntag beim Haspa Marathon in Hamburg starten. Die frischgebackene Vizemeisterin auf der halben Distanz Anja Schneider, die deutsche Marathonvizemeisterin aus 2013 Julia Galuschka und die bayerische 10.000m Meisterin Moni Rausch scheinen sogar so stark zu sein, dass sie den Uraltrekord aus dem ersten Goldrennen von 1997 verbessern können.

 

Schneider1 DM-HM15 KiefnerfotoMarco Scherl, Lebensgefährte und Trainer von Telis-Neuzugang Anja Schneider, haben die 1:14:58 von Husum bei dort sehr widrigen Bedingungen mutig gemacht: „Jetzt kann man bei Anja sogar mit einer 2:40er Zeit liebäugeln.“ Auch wenn der Marathon für die Regensburgerin, die derzeit auf einem ganz persönlichen Allzeithoch läuft, noch etwas Neuland ist – es ist erst ihr zweiter – lief sie in Husum abgeklärt wie eine, die schon x-mal die ganz langen Kanten unter den Füßen hatte. Ihre 2:48:08 vom letzten Jahr, ebenfalls in Hamburg gelaufen, sollten heuer jedenfalls für die wieselflinke Telis-Läuferin kein Maßstab sein.

 

Galuschka1 DM-HM15 KiefnerfotoAuch für Julia Galuschka ist Hamburg ein ganz besonderes Rennen. Gleich im ersten Telis-Jahr 2013 haute sie bei den Deutschen Marathonmeisterschaften in München mit dem Vizetitel und einer 2:44:39 ihr ganz großes Ding raus, um dann ein Jahr später an gleicher Stelle zum gleichen Zeitpunkt, wieder bei den Meisterschaften als Siebte in für sie inakzeptablen 2:54:11 fürchterlich baden zu gehen. „Das sitzt immer noch drin in ihr, das muss jetzt raus aus dem Kopf, Julia hat in Hamburg keine Meisterschaftszwänge wie letzten Herbst, sie braucht nur ihr Ding zu machen. Dass sie in Form ist, hat sie sich bei der Halbmarathon-DM mit neuem Hausrekord selbst bewiesen“, sagt dazu ihr Trainer Kurt Ring.

 

RauschMonika2014 Portrait volkefotoMit Moni Rausch hatten die Telis-Macher in diesem Jahr für’s A-Team eigentlich noch gar nicht gerechnet. Die immer gut aufgelegte Studentin der Münchner Militär-Akademie legte aber bereits bei den Deutschen Crosslauf Meisterschaften Anfang März los, als wolle sie die etablierte deutsche Läuferinnen-Welt aus den Angeln reißen. Platz 13 vor etlichen weitaus höher eingestuften Athletinnen war ein Ergebnis, das so vorher niemand getippt hatte, und auch den bayerischen Meistertitel über 10.000m holte sie sich mit einer eklatanten Steigerung auf 36:24,57min souverän. „Ich will auf jeden Fall endlich unter die Drei-Stunden-Marke kommen, aber eigentlich müsste ich auch eine 2:52 können“, zeigt sie sich einerseits vorsichtig und dann doch wieder mutig.

 

Zählt man die derzeitigen Profile der Drei zusammen, dann könnte es endlich mit dem Rekord klappen. Für Teamchef Kurt Ring bleibt dies aber nach wie vor Nebensache. „Sie sollen ihren Marathon genießen, seit Monaten freuen sich alle Drei riesig darauf. Es geht um nichts: Reinkommen – sein eigenes Tempo finden, und wenn die Witterungsbedingungen stimmen, kommen die Zeiten von selbst.“