Telis-Mittelstreckler wagt sich im belgischen Oordegem erstmals auf die 5000m

Orth1 Dessau14 KiefnerfotoRegensburg, 18. Mai 2015 (orv) –  Experten wussten es schon immer: Florian Orth kann 5000m. Nun kommt es zur Nagelprobe. Nach einem ersten Versuch auf japanischen Straßen bei der letztjährigen Ekiden-Staffel in Chiba, wird der Hesse von der LG Telis Finanz erstmals am Pfingstsamstag im belgischen Oordegem die zwölfeinhalb Bahnrunden unter die Beine nehmen, zusammen mit seinem auf dieser Strecke weitaus erfahrenen Teamkollegen Philipp Pflieger. Der letzte Test beim Watter-Meeting im heimischen Uni-Stadion hat gezeigt, dass der bisherige 1500m-Spezialist das auch kann. Die dort erzielten 8:02 mit einer 1500m-Vorbelastung im fast gleichen Tempo macht Lust auf mehr.

 

„Die 13:40 von Chiba sind ein Anhaltspunkt für Florian. Er weiß, dass er in Regionen um die 13:30 Minuten eindringen kann und das beim Debüt“, sagt der Teamchef der LG Telis Finanz Kurt Ring dazu. Sein Heimtrainer Klaus Bornmann, bei Prognosen immer als ganz Vorsichtiger bekannt, sieht das Ganze erstmals als Versuch. Er, der schon Vater Carsten Orth zu einem Klasseläufer geformt hat, kennt seinen Schützling in und auswendig und hat ihm, als der seine erste 3:34 auf die Bahn zauberte, schon mal scherzhaft beinahe die Zusammenarbeit gekündigt: „Für solche Zeiten bin ich jetzt nicht mehr zuständig!“ Eine echte Zeitprognose für Samstag kann man also Klaus Bornmann nicht herauslocken, höchstens ein Lächeln, was das auch immer bedeuten mag.

 
Florian Orths Weg, gekreuzt immer noch von letzten Examensnöten als angehender Zahnarzt, wird nach Oordegem wieder auf die 1500m zurückführen. Athlet, Heimtrainer und Teamchef sind sich einig, dass der Weg dann zur WM nach Peking nicht ein ganz einfacher sein wird. „Die ganze Anspannung mit dem Zahnmediziner-Examen, die viele Reiserei zwischen Studien- und Heimatort, die Unwägbarkeit von 1500m-Rennen schneller als die geforderten 3:35,50 sind Stressfaktoren, die sich sammeln und Peking ist erst Ende August“, sagt dazu Kurt Ring, „die Öffentlichkeit schätzt das oft leichter ein, als es ist.“


So ist denn der Lauf in Oordegem für Florian Orth eher eine Option in die erweiterte Zukunft, die 2016 schon interessante Facetten zeigt. Dann werden wieder frühe Europameisterschaften (Ende Juni) in Amsterdam und späte Olympische Spiele (Ende August) in Rio stattfinden. Dann ließe sich doch das Spielchen von 2015 mit frühen 5000m und späten 1500m trefflich wiederholen. Für Teamkollege Philipp Pflieger sind die 5000m da nur noch Mittel zum Zweck, die Grundschnelligkeit aufrecht zu halten. Im Herbst will er Marathon laufen, dafür sogar die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg opfern und nächstes Jahr in Amsterdam den neu eingeführten Halbmarathon laufen. „Über Rio zu reden, wenn man noch keinen Marathon zu Ende gelaufen ist, wäre vermessen“, sagt er zum Olympiatraum. Warten wir es also ab, was die nähere und etwas fernere Zukunft für Regensburgs Vorzeige-Läufer bringen wird. Dritter Telis-Mann beim Oordegem-Unternehmen wird Felix Plinke sein, der versuchen wird, seine 14:15,85min aus dem Jahre 2013 in Richtung 14:00min zu treiben.

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