Als Zweite der U23-DM läuft sie bayerischen 5.000m-U20-Rekord

Reng4 U223-DM15 KiefnerfotoWetzlar, 14. Juni 2015 (orv) – Wer hätte das gedacht: Telis Nesthäkchen Franzi Reng übertrifft sich bei den Deutschen U23-Meisterschaften in Wetzlar selbst, holt Silber über 5.000m, stellt mit 16:37,76min einen neuen bayerischen U20-Rekord auf und ist plötzlich Kandidatin für die U20-Europameisterschaften im schwedischen Eskilstuna (16.-19. Juli), weil sie die nationale Norm nur um 26 Hundertstel verpasst. Ihr Teamkollege Tim Englbrecht verfehlt in den 800m-Vorläufen als Neunter und einer der Jüngsten mit Saisonbestleistung von 1:53,92min nur ganz knapp das Finale. Nach 3:52,77min als Dritter seines Vorlaufs, steigert sich Telis-Mann Tim Ramdane Cherif im 1500m-Finale auf Platz fünf einlaufend auf einen neuen Hausrekord von 3:51,07min. Die 3x1000m Staffel der LG Telis Finanz mit Kilian Stich, Tim Ramdane Cherif und Tim Englbrecht wird mit 7:32,33min unglücklicher Vierter.

 

Nach einer längeren Verletzungspause im Mai hatte keiner im LG Telis-Infield mit Franzi Rengs Coup gerechnet, zumal die knappe 16er-Zeit bei der Regensburger Laufnacht dafür auch nichts andeutete. Hinter der neuen Meisterin Regina Högl (LG Region Landshut), die bei ihrer persönlichen Steigerung auf 16:33,97min hart an ihre Grenzen ging, machte die Regensburgerin bei ihrem Rekordlauf am Ende noch einen sehr frischen Eindruck. Riesig natürlich die Freude, dass unmittelbar nach dem Rennen ihr der zuständige Bundestrainer Andreas Michallek mitteilte, dass er sie trotz knapp verfehlter Norm für die U20-EM in Eskilstuna vorschlagen würde. Jetzt muss das Telis-Mädel noch bange Tage bis zur endgültigen Nominierung warten, ob sie doch noch überraschend auf den EM-Zug aufgesprungen ist.

 

„Da kann man nicht meckern. Ich bin zufrieden“, sagte Tim Ramdane Cherif nach seiner neuen persönlichen Bestleistung über 1500m als Fünfter in einem leistungsstarken Finale. Eine Stunde später musste er noch einmal in der 3x1000m-Staffel ran. Nachdem Startläufer Kilian Stich an ihn als Zweiter übergeben hatte, konnte er im Mittelteil den Platz halten. Schlussläufer Tim Englbrecht musste zunächst die beiden führenden Staffeln ziehen lassen und hatte am Ende das Pech, den Karlsruher 1:47-Läufer Christoph Kessler hinter sich zu haben, der ihm bei 7:31,17min zu 7:32,33min Bronze vor der Nase wegschnappte. Das Rennen gewann äußerst knapp das LAC Quelle Fürth (7:27,29min) vor der LG Braunschweig (7:27,53min).

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