Regensburger will in Berlin erstmals die 42,195km bezwingen

Pflieger1 Traunreut KiefnerfotoRegensburg, 20. September 2015 (orv) – Der 26. Oktober des letzten Jahres war für Philipp Pflieger kein guter Tag. Zum ersten Mal in seiner Karriere wollte er in Frankfurt die längste olympische Laufdisziplin, den Marathon unter die Laufschuhe nehmen. An diesem Tag aber bezwang der Regensburger nicht den Marathon, sondern der Marathon ihn. Bei Kilometer 36 kollabierte er, im wahrsten Sinne des Wortes verhungert. Die Energiespeicher waren restlos leer und dann geht es eben nicht mehr weiter. Eine unsinnige Normenjagd im Sommer desselben Jahres Richtung Europameisterschaften in Zürich hatten ihn schon im Vorfeld psychisch und physisch ausgelaugt, die unmittelbar danach folgende Marathon-Vorbereitung lief zäh und mit vielen körperlichen Problemen gespickt. Doch wenn sich Philipp Pflieger was vornimmt, dann zieht er es auch durch, auch dann, wenn’s schlecht läuft. Die Natur lässt sich aber nicht austricksen. Das Ergebnis ist bekannt: Dass es nämlich dann eben keine Ergebnis gegeben hat. Das wollte und das musste er ändern.

In diesem Jahr lief alles ein bisschen anders, nämlich erheblich besser. Zuerst die Halbmarathon Bestzeit im holländischen Venlo mit einer 1:03:51, dann der Deutsche Titel auf dieser Strecke mit seiner zweitbesten Leistung überhaupt und dann Mitte Juni in Leiden bei Amsterdam erneut eine bestzeitennahe Zeit von 28:43,33min, jedes Mal bei miserablen Witterungsbedingungen. Der Wind wollte einfach bei Philipp Pfliegers Läufen nicht still halten und wuchs bisweilen zum Sturm an. Endlich dann, schon inmitten der diesjährigen Marathon Vorbereitung für Berlin hielt er einmal still und Regensburgs Marathonnovize zeigte sich von der besten Seite. Nur zehn Sekunden hinter Arne Gabius, der in diesem Jahr sogar unterm deutschen Rekord von 2:08:47 Stunden bleiben will, belegte der Telis-Läufer bei den Deutschen Meisterschaften auf den 10km  mit seiner ersten Zeit auf der Straße unter 29 Minuten nicht nur Platz drei, sondern blieb  mit 28:54min gleich eine dreiviertelte Minute unter seinem Hausrekord.

„Meine Vorbereitung heuer kann man mit der vom letzten Jahr nicht vergleichen. 2014, das war eigentlich im Nachhinein überhaupt keine. In diesem Jahr lief alles wie am Schnürchen. Was das am Ende wert ist, kann ich noch nicht beurteilen. Im Grunde ist Berlin ja nun mein erster Marathon, weil’s in Frankfurt eben nur 36 Kilometer waren“, sagt Philipp Pflieger zu den 14 Wochen im Vorfeld von Berlin, „Berlin ist einfach die schnellste Strecke, die Witterungsbedingungen sind fast immer gut und die Vorfreude auch schon riesengroß, der Respekt aber vor meiner bisher größten läuferischen Herausforderung auch.“ Natürlich ist man im unmittelbaren Umfeld des Regensburgers vorsichtig geworden. Frankfurt lässt grüßen und man weiß, dass ein Hänger im Marathon etwas ganz anderes ist wie auf der Bahn. „Philipp muss die ersten 30 Kilometer relativ erholt überstehen, um dann vielleicht auf den letzten 12 Kilometern noch angreifen zu können. Die deutsche Olympianorm von 2:12:15 Stunden muss aus seinem Kopf heraus, selbst dann, wenn er sie laufen könnte oder kann, weil Marathon auf diesem Niveau ein Ritt auf der Rasierklinge ist und Zwischenzeiten oft gar nichts aussagen“, mahnt sein langjähriger Coach Kurt Ring.

Viel verdankt Philipp Pflieger auch seinem Ärzte- und Physioteam. Ebenso seinem Laufkumpel Pascal Bucher, der zwar nicht die läuferische Klasse eines Philipp Pfliegers hat, aber die ganze Marathonvorbereitung mitmachte, ebenfalls mit dem Ziel Berlin. Im Falle eines Philipp Pfliegers der angehende Physiotherapeut eine ideale Trainingsverbindung. „Das hat im Höhentrainingslager in Sankt Moritz Wunder gewirkt. Ohne ihn hätte mein Bewegungsapparat  dort oben in Graubünden nicht überlebt, deshalb wünsche ich Pascal in Berlin ebenfalls eine saftige Bestzeit“, sagt der Regensburger zu diesem Thema. Eine Woche vor dem ultimativen Tag ist eigentlich alles getan, bis auf kommenden Mittwochmorgen, wo Philipp Pflieger nochmals über 10km die Marathongeschwindigkeit angehen wird. „Er wird dann keine Uhr dabei haben, er sich rein auf sein Gefühl verlassen müssen. Was er dann abgibt, sollte vier Tage später vier Mal so lang möglich sein. Das sind Erfahrungen aus vielen erfolgreichen Marathonvorbereitungen“, sagt sein Coach Kurt Ring. Am Donnerstagmorgen fährt das kleine Telis-Marathonteam samt Trainer und der Radbegleitung in Person von Jonas Fischer in die Bundeshauptstadt.

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