Sechs Telis-Athleten/Innen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften

Boch2 BLV Halle16 Premru Foto21. Februar 2016 –  Im deutschen Winter ist es für Leichtathleten von unschätzbarem Wert, wenn man in einer für die Sportart geeigneten Halle Schnee, Eis und Kälte zu bestimmten Zeiten aus dem Weg gehen kann. Die Leichtathleten der LG Telis Finanz haben jenen Vorteil nicht und sind trotzdem bei den jeweiligen Wintermeisterschaften unter dem Hallendach nicht erfolglos. So wird es wohl auch in diesem Jahr sein, wenn die nationalen Titelkämpfe erneut in der Leipziger Arena stattfinden. Sechs Protagonisten der „Blauen“ werden dann am kommenden Wochenende am Start sein, polarisiert auf die Strecken von 800m bis 3000m. Heißerster Anwärter auf einen Titel dürfte dabei der Doppelvizemeister des letzten Jahres über 1500m und 3000m, Florian Orth, sein. Es kann gut sein, dass er auch in diesem Jahr beide Strecken in Angriff nimmt.  Maren Kock steht vor der schwierigen Aufgabe, ihren Titel über 1500m verteidigen zu müssen. Hinter der klaren Favoritin Christina Hering (LG Stadtwerke München) zählt Telis-Ass Stella Kubasch zu den Medaillenanwärterinnen über 800m.

An einem guten Tag dürften auch Thea Heim über 3000m und Benedikt Huber über 800m durchaus in der Lage sein, in die Nähe des Stockerls zu kommen. Für Anna Plinke gilt’s, in ihrer Abschiedssaison über 1500m ein möglichst gutes Bild abzugeben. Mit Simon Boch fehlt einer aus dem Telis-Lager, dem man über 3000m durchaus einiges zugetraut hätte. Eine Verletzung hat ihn aber aus der Erfolgsspur gerissen. „Gerade im Falle Boch ist das unendlich schade, der Junge ist gerade drauf und dran in die deutsche Spitze zu laufen. Da kommt die erneute Verletzung absolut ungelegen“, sagt sein Coach und Telis-Teamchef Kurt Ring dazu. Eigentlich hätten mit Maren Kock und Florian Orth schon zwei Regensburger die Norm für die Hallen-Weltmeisterschaften in Portland, jeweils über 3000m. Hinsichtlich der Sommerziele mit Europameisterschaften und Olympischen Spiele schlossen beide den Trip in die USA Ende März kategorisch aus.

„Die verlangten Qualifikationsleistungen für die Olympischen Spiele müssen sehr früh erbracht werden und das Rennangebot in dieser Zeit ist für deutsche Läufer alles andere als rosig. Deshalb ist es wohl besser, sich schon nach der Cross-DM (eine Woche später als die Hallen-DM) diffizil auf die kommende Freiluftsaison vorzubereiten. Olympia ist nur alle vier Jahre“, erläutert der Regensburger sein Vorgehen. Auch für Thea Heim und Benedikt Huber, die für den Sommer zumindest ein wenig Richtung Europameisterschaften schielen, bleibt das Winterintermezzo in Leipzig nur eine momentane Standortbestimmung, Ausgang noch völlig offen. Die derzeit in glänzender Form befindliche Stella Kubasch hat Glück und Pech zu gleich. Einerseits fehlt die 1:58-Läuferin Fabienne Kohlmann, anderseits scheint die Titelverteidigerin Christina Hering über 800m ein unüberwindbares Bollwerk zu sein. Alles andere ist möglich auf den vier Hallenrunden. Für den Blondschopf wäre die erste Frauen-Einzelmedaille ihr bisher größter sportlicher Erfolg.

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