Seinem Coach Kurt Ring, der an diesem Wochenende zu Hause geblieben war, reichten denn auch schon die ersten Begrüßungssätze. Sein Zögling ist wieder auf dem richtigen Weg. So sprudelte er nur seine Eindrücke durch und das im Pfliegerschen Telegrammstil: „Alles gut, der halbe Wahnsinn ist hier los. Ich muss von Interview zu Interview. Alles dreht sich um Olympia. Ich habe gewonnen.“ Was am Anfang recht zäh lief, scheint jetzt Fahrt aufzunehmen. „Mental hat er nun wieder Oberwasser und die Trainingswerte stimmen auch wieder. Rio kann kommen“, sagt dazu sein Coach. Er wird nun noch 16 Tage auf heimatlichen Boden Form aufbauen, um dann relativ kurzfristig nach Rio de Janeiro anzureisen.

In Berlin begleitet wurde Philipp Pflieger von vier Telis-Frauen, von denen Carolin Aehling immer mehr zur alten Form aufläuft. Am Kurfürstendamm sprang für sie bei durchaus namhafter Konkurrenz Platz acht mit schon lange nicht mehr erzielten 34:40 Minuten heraus. Das Rennen gewann EM-Starterin Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt) mit 33:42min vor der palästinensischen Olympiamarathonstarterin Mayada Al-Sayad, die eine Sekunde langsamer war. Das übrige Telis Trio Monika Rausch (36:40min), Luisa Boschan (36:46min) und die von Seitenstichen geplagte Julia Galuschka (37:03min), alle erst im Aufbau für einen heißen Laufherbst, kam drei Minuten später ins Ziel.